|
Magdalen Nabb: Finchen im Herbst. Zürich: Diogenes, 2001. 98 S.
Die Engländerin Magdalen Nabb ist nicht nur die Erfinderin des Commissario Guarnaccia aus Florenz, den sie immer wieder auf die Jagd nach Verbrechern durch die Hauptstadt der Toskana schickt, sondern auch die Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendbücher. Sie wurde 1947 in Church (Lancashire) geboren und arbeitete zunächst als Töpferin, bevor sie 1975 zusammen mit ihrem Sohn nach Florenz kam und sich dort niederließ, ohne ein Wort Italienisch zu sprechen. Eine ihrer kindlichen Heldinnen ist Finchen Schmidt (im Original Josie Smith), die in verschiedenen Büchern kindgerechte Abenteuer erlebt. Finchen, die allein mit ihrer Mutter lebt, pflückt im Herbst zusammen mit ihrer besten Freundin, der etwas verwöhnten Lena, und anderen Kindern für den Kuchen ihrer Großmutter Brombeeren, erfährt etwas über die Zahnfee und erlebt in diesem Jahr auf ganz besondere Art und Weise das traditionelle Herbstfeuer, das in England am 5. November angezündet wird, um den Tag der Pulververschwörung von 1605 zu feiern, an dem Guy Fawkes versucht hatte, das englische Parlament in die Luft zu sprengen. All diese Geschichten erzählt Magdalen Nabb aus der Perspektive von Finchen, so die Leser an ihren Sorgen und an ihren Freuden direkt teilnehmen können. Das Buch eignet sich sowohl zum Vorlesen als auch zum Selberlesen für Kinder ab ca. 8 Jahren. Auch die netten Illustrationen tragen zum positiven Gesamteindruck des Bandes bei. Annemarie Kluge |
|||