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Michael Jecks: Sir Baldwin und die Hexe von Wefford. München:
Heyne, 2001. Devon im 14. Jahrhundert. Im tiefsten Winter wird die alte Hebamme Agatha Kyteler, die im Dorf Wefford bei einigen als Hexe verschrien war, mit durchgeschnittener Kehle aufgefunden. Sir Baldwin Furnshill, der Bewahrer des königlichen Friedens und sein Freund, der Landvogt Simon Puttock, untersuchen den Fall, der einigen Staub aufwirbelt. Sir Baldwin hatte nur einen Tag vor dem Mord an der alten Frau einen Besucher, der ihm berichtet hatte, daß diese seine alte Amme sei, die ihm einst während der Kreuzzüge beim Fall der Stadt Acre das Leben gerettet habe und die er seit langem gesucht habe. Dieser Besucher war der Sohn eines alten Freundes von Sir Baldwin. Aber es gibt auch andere Verdächtige. Der junge Harold Greencliff, auf dessen Land die Leiche gefunden wurde, soll Drohungen gegen die alte Frau ausgestoßen haben. Es wird außerdem gemunkelt, daß er ein Verhältnis mit einer verheirateten Frau haben soll. Hatte er etwa einen Grund, die Hebamme zum Schweigen zu bringen? Und dann sind da noch die beiden Kaufmannsfamilien Trevellyn und de la Forte, deren Erfolg und Reichtum einst bei der Belagerung von Acre seinen Anfang genommen hat. Reicht der Grund für den Tod der alten Frau vielleicht weit in die Vergangenheit zurück? Michael Jecks, geboren 1960 in Surrey, veröffentlichte 1994 seine ersten Roman mit Sir Baldwin als Detektiv, der auf deutsch unter dem Titel Der letze Tempelritter erschien. Sir Baldwin und die Hexe von Wefford ist der zweite Band dieser Reihe. Er ragt aus der Fülle der historischen Krimis heraus, die im Mittelalter spielen. Hier wurde mal wieder viel Wert auf die Ausarbeitung und Komplexität des Kriminalfalles gelegt, etwas, das in vielen historischen Krimis leider vernachlässigt wird. Sir Baldwin kann durchaus in eine Reihe mit Bruder Cadfael gestellt werden! Annemarie Kluge |
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