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Garth Nix: Der siebte Turm. Aenir - Reich der
Schatten. Stuttgart: Dino, 2001.
266 Seiten, ISBN 3-89748-404-8
Kaum sind Tal und Milla im Reich Aenir angekommen, läuft ihre seltsame
Zwangsfreundschaft auch schon wieder Gefahr auseinanderzubrechen. Um mit
zwei der dort lebenden Kreaturen fertig zu werden, müssen Tal und Milla
diese als ihre Schattenwächter an sich binden. Da Milla mit dem Verlust
ihres Schatten auch alles aufgibt, was ihr als Eiscarl wichtig ist, kann
sie dies gar nicht gutheißen und so trennen sich die beiden Gefährten
erst einmal. Milla hat schließlich einen Sonnenstein und somit eigentlich
auch keinen Grund mehr Tal zu helfen, doch schon bald stößt sie auf Spuren
der Geschichte ihrer Vorväter und damit will auch sie weitere Antworten
finden. Tal hingegen ist nach Aenir gekommen, um den sagenumwobenen Kodex
zu finden, mit dessen Hilfe er herausfinden will, welcher mächtige Schattenwächter
seinen kleinen Bruder Gref entführt hat. Zwar bekommt Tal bei seiner Suche
nach dem Kodex sogar Hilfe, da es der Kodex selber leid ist, seine Existenz
unter einem Berg weiter fortzusetzen, doch gibt es in Aenir Wesen und
Kräfte, die den Aufenthalt im Reich hinter dem Schleier sowohl für Tal
als auch für Milla so gefährlich wie möglich gestalten wollen. Jeder Schritt
muß da wohl überlegt sein.
Mit dem dritten Band gelingt es Garth Nix endlich, den Leser an seine
Geschichte zu fesseln. Es scheint, als habe er sich seine besten Ideen
für diesen Teil aufgespart und so fliegt der Leser diesmal regelrecht
über die Seiten und ist auch am Ende richtig versessen darauf, den nächsten
Band gleich zur Hand zu nehmen. Damit ist auch die Hälfte der Geschichte
erzählt und von nun an kann es eigentlich nur noch dramatischer werden.
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