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Alison Joseph:
Die Lebendigen und die Toten. München: Heyne, 2001. 361 S. Schwester Agnes ist Französin, katholische Nonne und arbeitet in London in einem Heim für schwer erziehbare Jugendliche. Dort lernt sie die sechzehnjährige Sam kennen. Aus Angst, zu ihrer Mutter und ihrem gewalttätigen Stiefvater zurückgeschickt zu werden, reißt sie eines Tages aus dem Heim aus. Agnes macht sich auf die Suche nach ihr und findet sie in einem Camp von Umweltaktivisten, die die Abholzung einiger alter Bäume verhindern wollen, die dem Bau einer Schnellstraße weichen sollen. Gerade als Agnes sich davon überzeugt hat, daß Sam sich dort sicher und geborgen fühlt, wird deren Freundin Becky, die auch in dem Camp lebte, ermordet im Wald aufgefunden. Beckys asthmakranker Freund Colin erzählt Agnes von einem unheimlichen schwarzen Reiter, der nachts durch den Wald reitet und vor dem sich Colin anscheinend zu Tode fürchtet. Als auch noch Colin auf merkwürdige Art und Weise stirbt, beginnt Agnes auf eigene Faust nachzuforschen. Ihre Ermittlungen führen sie zu einem fanatischen Pfarrer, zu einer Frau aus dem 19. Jahrhundert und zu einem Mann, der behauptet, Sams leiblicher Vater zu sein ... "Die Lebendigen und die Toten" ist ein spannender Kriminalroman mit
einer ungewöhnlichen Detektivin. Neben ihrem Agieren in dem eigentlichen
Fall erfährt man auch einiges über das sonstige Leben der Nonne und ihre
Gedanken und Empfindungen. Der Kriminalroman bietet nicht zuletzt auch
ein gutes Stück trockenen Humors. |
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