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Laura Mancinelli: Das teuflische Testament. München: Diana, 2002.
155 S. Norditalien im Mittelalter. Der alte Marchese von Challant ist tot. Sein Testament birgt für seine Tochter Bianca eine böse Überraschung. Nicht sie wurde als Erbin der Burg eingesetzt, sondern ihr verwitweter Schwager Franchino von Mantua. Doch das Erbe ist an eine Bedingung geknüpft. Franchino muß von nun an für den Rest seines Lebens zölibatär leben. Zunächst scheint er das nicht weiter schlimm zu finden. Doch als er seine Schwägerin Bianca kennenlernt, die mit ihm auf der Burg von Challant leben wird, verliebt er sich prompt in sie. Dummerweise wird sein Keuschheitsgebot von 12 Äbten aus dem Tal überwacht, die sich in der Burg eingenistet haben. Auch zeigt Bianca kein besonderes Mitgefühl mit ihrem von Liebesqualen geplagten Schwager. Mit der Ankunft des gelehrten Einzelgängers Venafro beginnt jedoch ein geheimnisvoller Todesreigen, der nach und nach eines Abt nach dem anderen dahinrafft. Der erste stirbt an einer Vergiftung durch einen Extrakt der Blüten der Herbstzeitlosen, ein zweiter verunglückt mit einem Schlitten und ein dritter wird von einer Bratpfanne erschlagen. Sind dies wirklich alles nur Unfälle oder hilft dort jemand nach? Währenddessen werden auf der Burg aber weiterhin interessante Fremde aufgenommen, berauschende Feste gefeiert und der Liebe gefrönt. So bietet dieser Roman nicht nur einige verblüffende Arten, zu Tode zu kommen, sondern gibt dem Leser auch einen Einblick in eine längst vergangene Epoche und in zeitlose italienische Lebensfreude. Zum Abschluß noch einige Worte zur Autorin: Laura Mancinelli wurde 1933 in Udine in Norditalien geboren und ist Professorin für Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität von Turin und hat verschiedene mittelalterliche Epen übersetzt. Sie hat außerdem mehrere historische Romane und Kriminalromane veröffentlicht. Annemarie Kluge |
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