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Ellis Peters: Der Hochzeitsmord. München: Heyne. Baron Huon de Domville ist samt seinem Gefolge nach Shrewsbury gekommen, um dort seine Vermählung mit der Nichte von Sir Godfrid Picard zu feiern. Für die beiden Adeligen ist dies eine Zweckehe, die beiden Geschlechtern zu Gute kommen wird. Doch Iveta, die Braut, die immer das machen mußte, was ihr Onkel und ihre Tante aufgetragen hatten, scheint über das bevorstehende Ereignis nicht sonderlich glücklich zu sein, da sie eigentlich einen anderen viel mehr liebt. Und dieser andere heißt Joscelin Lucy und ist ein Knappe des Barons und er sucht nun mehr denn je nach einem Ausweg aus dieser Situation. Doch die Aussichten für die Liebenden verschlechtern sich, als der Baron seinen Knappen des Diebstahls bezichtigt. Joscelin gelingt, bevor man ihn ins Gefängnis stecken kann, die Flucht aus den Händen des Sheriffs. Am Tage der Hochzeit steht somit keiner mehr der Vermählung im Weg. Aber wieder passiert etwas Außergewöhnliches. Der Bräutigam taucht nicht auf. Huon de Domville war am Vorabend der Hochzeit ausgeritten und gilt seitdem als vermißt. Seine Leiche wird auf einem Waldweg gefunden. Und schnell stellt sich heraus, daß der Baron Opfer eines feigen Hinterhalts geworden ist. Da Joscelin Lucy sich immer noch auf der Flucht befindet und niemand besseres als er einen Grund für einen solchen Mord gehabt hätte, beginnen alle verfügbaren Kräfte mit der Suche nach ihm. Jetzt liegt es an den Nachforschungen von Bruder Cadfael, dem wahren Mörder auf die Spur zu kommen. Eigentlich hatte ich bisher dem Genre des Historienkrimis nicht viel Beachtung geschenkt. Gut ich hatte die Verfilmung von Umberto Ecos "Der Name der Rose" gesehen und da meine Frau für solche Art Krimis besonders empfänglich ist, versuchte ich ihr immer mal ein paar nett erscheinende Exemplare dieser Gattung zu schenken. Die meisten davon fand sie dann auch ganz nett und gerade eine Reihe von im antiken Rom spielenden Krimis aus der Feder von John Maddox Roberts hatten es ihr besonders angetan (letztens habe ich auch den ersten dieser Reihe gelesen und ich muß sagen, ich war begeistert). Andere Figuren und Autoren dieses Genre waren mir geläufig, doch irgendwie dachte ich mir immer, daß die doch irgendwo alle dem Schema von "Der Name der Rose" folgen würden. Auch waren viele der Helden genau wie William von Baskerville Mönche und so fühlte ich mich in meiner Unwissenheit und in meinem Glauben bestärkt. Irgendwann schaute ich mir dann die Wiederholungen der TV-Adaption der Bruder Cadfael-Reihe an und von da an war ich mir nicht mehr ganz so sicher. Die Storys waren ganz spannend und das ganze Mittelalterambiente war auch mein Ding. Als dann bei der Folge "Der Hochzeitsmord" plötzlich mitten in der Folge der Kabelempfang von 3Sat zusammenbrach, war ich entsetzt. Wer war der Mörder? Wie ging die Geschichte um das Liebespaar, das es mindestens so schwer hatte wie seinerzeit Romeo und Julia, zu Ende? Glücklicherweise hatten wir zufälligerweise genau diese Geschichte in seiner Romanform zu Hause. Und nun weiß ich, wer der Mörder ist und daß ich mit Sicherheit noch weitere Bücher dieses Genre lesen werde. Meine Frau will mir ja schon seit geraumer Zeit die Bücher eines gewissen Paul Doherty aufzwingen, der noch weitere Bücher unter den Namen Paul Harding und Celia L. Grace veröffentlicht hat. Es gibt ja immer so viel zu lesen. Wer nun aber "Der Hochzeitsmord" lesen will, dem sei verraten, daß dieser zur Zeit nur in einem Doppelband zusammen mit der Geschichte "Die Jungfrau im Eis" erhältlich ist. |
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