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Chuck Barris: Geständnisse - Confessions of a dangerous Mind. München: Heyne, 2003. 398 S. ISBN 3-453-86762-9 Bevor Chuck Barris die amerikanische Fernsehwelt mit seinen ungewöhnlichen und teilweise recht überdrehten Spielshows begeistern kann, reagiert er auf eine Kleinanzeige in einer Zeitung und bewirbt sich so, ohne es vorher genau gewußt zu haben, als Mitarbeiter des CIA. Doch genau in der Zeit, als er beginnt, als Auftragskiller Karriere zu machen, gelingt es ihm, als Spielshowerfinder echte Knüller auf die Welt loszulassen und seine Produktionsfirma wird mit Shows wie "The Dating Game" (die hierzulande noch immer unter dem Titel "Herzblatt" zu sehen ist) und der berüchtigten "Gong-Show" berühmt. Diesen Erfolg nutzt die CIA aber aus, weil wohl niemand glauben würde, daß sich hinter der Fassade des erfolgreichen Fernsehproduzenten und späteren Moderators auch ein Killer versteckt, dem es zwar mißlingt, Rudi Dutschke (!) zu erledigen, der aber unbehelligt in der ganzen Welt herumreist, um andere Feinde des Landes aufzuspüren und zu erledigen. Irgendwann wird Chuck Barris dies aber alles zuviel und er versucht noch rechtzeitig seine zweite Karriere zu beenden und endlich eine Frau zu heiraten, die ihn über alles liebt. So wie sich Chuck Barris uns in dieser "unautorisierten" Autobiographie hier vorstellt, lernen wir ihn erst als Tunichtgut kennen, der durch eine ihn später abservierende große Liebe seine Heimatstadt verläßt, dann zufällig beim CIA landet, um nach einigen Mißerfolgen auch noch als Fernsehproduzent riesigen Erfolg zu haben. Zwischendurch bändelt er immer mal wieder mit irgendwelchen Frauen an, die ihm eigentlich nicht richtig viel bedeuten, nur um es dann am Ende mit zwei Frauen zu tun zu bekommen, die ihn aus verschiedenen Gründen sein Leben lang begleitet haben. Gut, auch ein Chuck Barris hat so die eine oder andere Krise zu meistern, doch gerade den unautorisierten Teil seines Lebens, in dem er als Killer durch die Weltgeschichte reist, trägt er so kühl vor, daß selbst der daraus resultierende Zynismus und die Angst eines später enttarnten Agenten uns eher langweilt. Dies kommt vor allen daher, da er es schafft, seine Anekdoten und Erlebnisse als TV-Entertainer mit viel Humor und Fachkenntnis auszuschmücken. So ist der Lesewert dieses Buches arg von der jeweiligen Situation abhängig, in der sich der Erzähler gerade befindet. |
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