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Val McDermid: Schlußblende. Roman. München: Knaur, 2003. 475 S. ISBN 3-426-62428-1 Tony Hill scheint am Ziel seiner Bemühungen zu sein. Nach jahrelangem Kampf hat der Polizeipsychologe das Innenministerium davon überzeugt, eine Spezialgruppe von Profilern aufzustellen, die die örtliche Polizei bei komplizierten Mordfällen mit der Erstellung von Täterprofilen unterstützen soll. Bei der Ausbildung dieser Gruppe greift er als erste Übung auf eine Reihe von Fällen zurück, in denen junge Mädchen unter ähnlichen Umständen verschwunden sind. Die Fälle ziehen sich allerdings quer durch das ganze Land, so dass die Polizei bisher keine Verbindung zwischen den Fällen feststellen konnte. Shaz Bowman kniet sich mehr als alle andern Mitglieder der Gruppe in diesen Übungsfall, da sie unbedingt beweisen will, dass sie in dieser Spezialtruppe am richtigen Platz ist. Shaz stellt fest, dass alle verschwundenen Mädchen kurz vorher eine Show des beliebten TV-Stars Jack Vance besucht hatten. Könnte es wirklich möglich sein, dass der Moderator mit dem untadeligen Ruf und der Musterehe etwas mit dem Verschwinden der Mädchen zu tun hat? In der Gruppe erntet sie zunächst nur Unverständnis und Erstaunen, Tony Hill findet ihre Schlußfolgerungen allerdings durchaus interessant. Auch ihre Freunde müssen sich bald auf grausame Weise eines Besseren belehren lassen, denn Shaz wird nur wenig später ermordet aufgefunden. Shaz' Freunde und Tony Hill können sich bei der Jagd auf den Mörder nicht auf die offiziellen Ermittlungen der örtlichen Polizei verlassen, diese verdächtigt Shaz' Freund Simon, da die beiden sich einen Tag vor ihrer Ermordung gestritten hatten. So wendet sich Tony Hill an seine Freundin Detective Carol Jordan. Diese muss schließlich ihren neuen Job riskieren, um Tony und Shaz' Freunden bei der Jagd auf Jack Vance zu helfen... Val McDermid schafft es in ihrem zweiten Krimi mit dem Polizeipsychologen Tony Hill eine atemberaubende Spannung zu erzeugen, die sich mit jeder Seite immer mehr verdichtet. Ihre besondere Stärke ist aber die faszinierende Charakterzeichnung der Personen. Dies gilt sowohl für ihre Helden als auch für die Täter, die sie beschreibt. Annemarie Kluge |
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