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Håkan Nesser: Das vierte Opfer. Roman. München: btb, 4. Aufl. 2001. 287 S. ISBN 3-442-72719-7 In dem bisher ruhigen Küstenstädtchen Kaalbringen sind kurz hintereinander zwei Männer bestialisch mit einer Axt ermordet worden. Die Einwohner und Feriengäste trauen sich schon alleine nicht mehr auf die Straße. Die örtliche Polizei, vor allem Polizeichef Bausen, der in Kürze in Pension gehen soll, fühlt sich mit dem Fall überfordert. So kommt es, daß Hauptkommissar Van Veeteren, der gerade in der Nähe seinen Urlaub beenden wollte, nach Kaalbringen gerufen wird. Bei den beiden Opfern handelt es sich um einen Junkie und um einen Geschäftsmann, die auf den ersten Blick anscheinend nichts gemein hatten. Die einzige Gemeinsamkeit, die die Polizei herausfinden kann, ist die Tatsache, daß beide erst vor kurzem wieder nach Kaalbringen gezogen sind. Kurz nach der Ankunft von Van Veeteren wird ein drittes Opfer des Axtmörders gefunden. Diesmal handelt es sich um einen jungen Arzt. Auch er ist nach dem Studium in einer anderen Stadt erst vor kurzem wieder nach Kaalbringen gezogen. Aber auch die Entdeckung dieses dritten Opfers scheint die Polizei zunächst nicht weiterzubringen. So wird auch noch Van Veeterens Partner Münster nach Kaalbringen abkommandiert. Dieser versteht sich gut mit der jungen Inspektorin Beate Moerk, die nach der Durchsicht eines Berichtes über die Studienzeit des dritten Opfers plötzlich verschwindet und nur eine Notiz für Münster im Hotel hinterläßt, daß sie auf etwas Merkwürdiges gestoßen wäre. Es ist klar, daß die junge Polizistin sich vermutlich in der Gewalt des Mörders befindet, weil sie etwas Wichtiges über ihn herausgefunden hat ... Der schwedische Krimiautor Håkan Nesser, der fast so bekannt und erfolgreich ist wie sein Landsmann Henning Mankell, legt mit Das vierte Opfer einen äußerst spannenden Krimi mit einer fast unglaublichen Auflösung vor, der den Leser immer mehr in den Bann zieht. Sein Kommissar Van Veeteren steht Kurt Wallander an liebenswerten Marotten und einem sympathischen, lebendigen Charakter in nichts nach und macht seine Krimis zu einem sehr natürlichen, realitätsnahen Lesevergnügen. Unbedingt zu empfehlen! Annemarie Kluge |
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