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Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes. Roman. Frankfurt am Main: Insel-Verl., 2003. 526 S. ISBN 3-458-17170-3 Daniel Sempere ist zehn Jahre alt und lebt nach dem Tod seiner Mutter allein mit seinem Vater im Barcelona der Franco-Ära, als er von diesem eines Tages zum geheimen "Friedhof der vergessenen Bücher" geführt wird, um sich dort ein Buch auszusuchen, für das er in Zukunft verantwortlich sein wird. Er wählt "Der Schatten des Windes" von einem gewissen Julián Carax, von dem er noch nie gehört hat. Nachdem er das Buch gelesen hat, wird es ihn sein Leben lang nicht mehr loslassen. Das Buch, in dem es um die Suche eines jungen Mannes nach seinem wahren Vater geht, scheint auf geheimnisvolle Weise mit Daniels eigenem Leben verknüpft zu sein. Er versucht, mehr über das Buch und seinen Autor herauszufinden. Dies stellt sich als nicht so einfach heraus, da nur noch sehr wenige Exemplare seiner Bücher vorhanden sind, da augenscheinlich ein geheimnisvoller Unbekannter versucht, alle Bücher von Julián Carax zu vernichten. Daniel macht eines abends die Bekanntschaft dieses Unbekannten, der eine Ledermaske trägt, hinter der man ein entstelltes Gesicht erkennen kann. Daniel gerät aber immer mehr in den Bann des mysteriösen Autors, der angeblich 1936 in Barcelona getötet worden war. Alle Menschen, denen Daniel begegnet, besonders aber die beiden Frauen, in die er sich verliebt, scheinen nur Figuren in einem großen Spiel zu sein, in der Daniel seine Rolle nicht kennt. Für ihn scheint eine Rolle vorgesehen zu sein, die ihn immer mehr ins Verderben führt ... Carlos Ruiz Zafón wurde 1964 in Barcelona geboren und lebt seit 10 Jahren in Los Angeles. In Spanien wurde der Schatten des Windes als die literarische Sensation de Jahres 2002 gefeiert, der die Bestsellerlisten stürmte. Sein fünfter Roman machte Carlos Ruiz Zafón auch über die Grenzen Spaniens hinaus berühmt und dies ganz zu Recht. Dies ist ein faszinierender Roman, der einen nicht mehr loslässt und immer mehr in seine Geschichte hineinzieht. Besonders zu empfehlen ist er für alle, die Bücher lieben und die immer noch an die Macht des gesprochenen Wortes glauben. Annemarie Kluge |
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