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Håkan Nesser: Der unglückliche Mörder. Roman. München: btb, 2001. 319 S. ISBN 3-442-72628-X An einem dunklen, nassen Novemberabend wird der 15jährige Wim Felders auf einer dunklen Straße von einem betrunkenen Autofahrer übergefahren und liegengelassen. Der Fahrer ahnt nicht, dass seine Feigheit noch drei weiteren Menschen den Tod bringen wird. Einer von ihnen ist Erich, der Sohn von Kommissar van Veeteren, er seit einiger Zeit pensioniert ist. Erich war seit Jahren das Sorgenkind der Familie. In letzter Zeit hatte er jedoch seine Drogenabhängigkeit überwunden und angefangen, wieder im bürgerlichen Leben Fuß zu fassen. Nicht nur van Veeterens ehemalige Kollegen, sondern auch er selber machen sich Gedanken darüber, ob Erich wieder auf die schiefe Bahn geraten war. Dies erscheint jedoch zweifelhaft, nachdem auch eine junge, unbescholtene Frau ermordet aufgefunden wurde, die mit der gleichen Waffe wie Erich getötet wurde. Der Polizei gelingt es zunächst nicht, eine Verbindung zwischen den beiden toten jungen Menschen herzustellen. Doch als sie herausfindet, dass Vera Miller, die ermordete junge Frau, einen heimlichen Geliebten, vermutlich einen Arzt, hatte, beginnen sich die Fäden zu entwirren. Während der Leser einerseits die schwierigen Ermittlungen der Polizei verfolgt, weiß er andererseits von Anfang an, wie die Geschehnisse zusammenhängen, da die Geschichte auch aus der Sicht des Täters beschrieben wird. Zu Beginn weiß der Leser allerdings kaum mehr über den Täter, als dass es sich um einen Mann mittleren Alters handelt. Nach und nach werden dem Leser dann immer mehr Details über ihn enthüllt. Dieser Aufbau der Geschichte steigert noch die Spannung, da man sich die ganze Zeit fragt, wann sich die beiden Erzählstränge treffen. Wieder ein äußerst spannender und dazu sehr persönlicher van Veeteren Krimi, der allen Freunden skandinavischer Krimikost nur zu empfehlen ist. Annemarie Kluge |
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