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Kai Meyer: Die fließende Königin. München: Heyne, 2004. Auf der Erde von Kai Meyer gibt es immer noch sehr viel Magie. Außerdem wurde die Welt vor ein paar Jahrzehnten von den Armeen eines auferstandenen Pharaos überrannt und erobert. Nur Venedig, das unter dem Schutz der Fließenden Königin steht, konnte den Mumienkriegern und Sonnenbarken Widerstand leisten. In Venedig setzt auch die Handlung dieser Geschichte ein. Merle und Junipa, zwei Mädchen aus einem Waisenhaus, werden als Lehrlinge in die Werkstatt des Zauberspiegelherstellers Arcimboldo aufgenommen. Die blinde Junipa bekommt von ihrem Meister schnell zwei Spiegelaugen verpaßt, mit deren Hilfe sie sehen kann und schnell finden sich die beiden neuen Lehrlinge auch in ihrer ersten Auseinandersetzung mit den Lehrlingen des verfeindeten Tuchmeisters Umberto wieder. Von Unke, der geheimnisvollen Haushälterin Arcimboldo, lernt Merle auch einiges über die Meerjungfrauen der Stadt und sie erfährt, dass sie etwas besonderes und irgendwie mit der Fließenden Königin verbunden sein soll. Nur wenig später ist Merle mehr mit der Fließenden Königin verbunden als es ihr lieb ist und sie muss jemanden aus dem höchstgelegenen Gefängnis der Stadt befreien, den man eigentlich nur als den "Uralten Verräter" kennt. Lebende steinerne Löwen, Mumienarmeen, die die Welt erobert haben, Meerjungfrauen, die auf übelste Weise von den Menschen mißbraucht werden und verräterische Ratsheeren, die aus reiner Machtgier die Fließende Königin dem Pharao übergeben wollen und ein Bote aus dem tiefsten Reich der Hölle, all dies sind zauberhafte Zutaten zu Kai Meyers wunderbaren Geschichte um Merle und die Fließende Königin. Dies ist Fantasy für junge und ältere Leser und es ist Fantasy wie sie spannender kaum sein kann. Da freut man sich fast darüber, dass die Geschichte nach dem Ende des Buches nicht wirklich zu Ende ist, so dass man schnell auch zum Nachfolgeband "Das Steinerne Licht" greift. |
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