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Lucius Shepard: Aztech. Bellheim: Edition Phantasia, 2004. 111 S. ISBN 3-937897-05-4 Eddie Poe ist der Besitzer einer Personenschutzfirma und er wird damit beauftragt, einen Abgesandten der künstlichen Intelligenz "Montezuma" zu Verhandlungen bei dem berüchtigten Carbonell-Kartell zu begleiten. Dabei ist er diesmal auf die Dienstleistung eines neuen Sammys (einem durch Drogen und Implantate zur reinen Tötungsmaschinen mutierten Söldner) angewiesen, da sein eigentlicher Sammy bei einem Kampf getötet worden war. Außerdem wird Eddie von seiner Freundin Lupe begleitet, die ihr Leben und alles was sie tut mit Hilfe einer vollautomatisierten Kamera ihrem Publikum näherbringt. Bei den Verhandlungen geht etwas vollkommen schief und plötzlich steckt Eddie in einem Konflikt von Mächten, die nach viel mehr als nur nach der Kontrolle über Märkte und Menschen trachten. Es geht am Ende um die Möglichkeit einer Wiedergeburt nach dem Tode und um die Möglichkeit, sein Leben selbst zu bestimmen. "Cyberpunk" zu schreiben ist eigentlich gar nicht so schwer. Man nehme einen etwas unglücklichen, aber auf seinem Gebiet begabten Helden, packt dazu technisch aufgepeppte Killer und künstliche Intelligenzen, mischt dies dann mit etwas Sex und schon ist das Werk fast fertig. Lucius Shepard nutzt die sehr dreckig und real klingende Erzählstimme seiner Hauptfigur Eddie dazu, dass man als Leser mit Eddie einfach durch diese recht kurze Geschichte rast. Ein paar nette Ideen, wie der riesige Grenz-Laserzaun, den Nordamerika an der Grenze zu Mexiko errichtet hat und die ständige Begleitung durch die Kamera "Frankie", lassen den Leser sogar tiefer in das Geschehen eintauchen. Am Ende merkt man aber, wie simpel der eigentliche Handlungsplot ist. Doch was ist wichtiger? Die Sprache des Autors, die dem Leser in seine Welt Einlaß gewährt oder ein paar gute Ideen, um über fehlende Sprachbegabung eines Autors hinweg zu täuschen. Bei diesem Buch entscheide ich mich für die Sprache, da diese mich von Seite 1 an durch das dünne Buch getrieben hat. |
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