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John Gilstrap: Die Nacht des Jägers. München: Goldmann, 2004. 446 S. ISBN 3-442-45576-6

Ein Winterurlaub mit seiner Mutter wird für Scott O'Tool zu einem Überlebenskampf, als er mit einer Urlaubsbekanntschaft einen Kurztrip zu einem Metallica-Konzert machen will. Das Flugzeug gerät in einen Sturm und stürzt in den Bergen Utahs ab. Da die beiden das Unwettergebiet umfliegen wollten, haben die Rettungsmannschaften kaum eine Chance, den Unglücksort zu finden. Scott hat den Absturz zwar überlebt, doch eisige Kälte, der niemals aufhörende Sturm und ein Rudel hungriger Wölfe machen dem Jungen schwer zu schaffen. Während sich Scott durch die Wildnis schlägt, um eine auf einer Karte verzeichnete Hütte zu erreichen, versucht sein Vater, der nun auch das Skigebiet erreicht hat, alles daran zu setzen, dass die Behörden die Suche nach seinem Sohn nicht vorzeitig aufgeben. Doch die lokalen Einsatzkräfte haben sich noch um ganz andere Dinge zu kümmern, da der US-Präsident dem Skiort einen Besuch abstattet. Und irgendwo in der Wildnis bekommt ein Killer eine Warnung. Er wurde entdeckt und muss sein abgelegenes Domizil verlassen.

John Gilstrap hat mich mit seinem Thriller "Dreht euch nicht um" begeistert. Auch "Die Nacht des Jägers" beginnt sofort mit zahlreichen Spannungsmomenten, doch irgendwann gehen dem Autor anscheinend die Ideen ein wenig aus und so schreibt er ziemlich viel über das eigentlich gar nicht so komplizierte Familienleben der Hauptfiguren. Erst auf den letzten achtzig Seiten gewinnt die Geschichte wieder an Fahrt. Hätte Gilstrap nur über den Überlebenskampf des Sohnes geschrieben, hätte dies gereicht. Nicht jeder Thriller muss unbedingt mehr als 200 Seiten Umfang haben.