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Larry Niven: Ringwelt. Bergisch Gladbach: Bastei-Lübbe, 1980. 332 S. ISBN 3-404-01458-8

Louis Wu ist zweihundert Jahre alt geworden und reist den Zeitzonen hinterher, um überall auf der Welt seinen Geburtstag neu zu feiern. Er ist ein Mann, der viel gesehen hat und der nun gerade in einer Phase seines Lebens ist, in der er sich eigentlich langweilt. Da ist es für ihn gar nicht so unpassend, dass er bei seiner Weltreise von einem Außerirdischen namens Nessus vom Volke der Puppetier abgefangen wird, damit er sich zusammen mit diesem auf eine außergewöhnliche Expedition machen soll. Es soll zu einer künstlich erschaffenen riesigen Ringwelt reisen, die Platz genug bietet, um darauf jedes Leben des bekannten Universums anzusiedeln. Dies ist nötig geworden, da nach einer noch groß erscheinenden Zeitspanne sich unser Sonnensystem zerstören wird. Die Puppetiers sind deshalb schon vor Jahrzehnten mit ihren Heimatwelten (!) und einer riesigen Flotte auf die Reise gegangen, um einen sicheren Platz zu finden. Nun sind die Puppetiers auf diese künstlich erschaffene Welt gestoßen. Da es sich bei den Puppetiers um ein Volk von geborenen Feiglingen handelt, traut sich niemand bis auf den unter Seinesgleichen als verrückt geltenden Nessus zu dieser Welt hin. Er traut sich dort nicht alleine hin und deshalb braucht er Louis Wu und einen Abkömmling aus dem kriegerischen Volke der Kzin und eine menschliche Frau, die über einen angeborenen Glücksfaktor verfügt. Die Reise zur Ringwelt, mit kurzem Zwischenstopp bei der Flotte der Puppetiers, verläuft sehr ruhig. Doch dann stürzt das Raumschiff der Entdecker auf der Ringwelt ab und es stellt sich die Frage, ob sie einen Weg finden werden, von der Ringwelt wieder zu fliehen, da die Zivilisation, die die Ringwelt geschaffen hat, schon vor langer Zeit untergegangen zu sein scheint.

"Ringwelt" ist ein Genreklassiker und dies zu recht. Hier wird eine Reise zur und die Wanderung auf einer unglaublichen Kunstwelt humorvoll und spannend geschildert und dies mit einer wirklich gut erdachten Schar von Hauptfiguren, die allesamt Antihelden sind. Da man nach der Lektüre gerade mal einen Bruchteil des von Larry Niven geschaffenen Universums kennengelernt hat, ist es nicht verwunderlich, das Niven und ein paar seiner Schriftstellerkollegen in den Jahren vor und nach der Veröffentlichung dieses Romans sich weitere Geschichten um die Puppetiers, die Kzins und die Menschen erdacht haben. In zwei weiteren Büchern beschäftigt sich der Autor auch nochmals mit dem Schicksal der Ringwelt.