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Piers Anthony: Chamäleon-Zauber. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 1983. 379 S. ISBN 3-404-20053-5 (nur im Antiquariat zu erhalten) Stellt euch ein Land vor, in dem wirklich alles magisch ist. Entweder sind die Bewohner als Art magisch so wie Zentauren, Drachen, Greifen usw. oder die Lebensformen haben eigene Zauberkraft. So ein Land ist Xanth. Doch manchmal braucht man lange, um herauszufinden, welche Art von Magie man selber hat und so ergeht es dem Helden des ersten von vielen Büchern, die in diesem Land spielen. Der Name des Helden lautet Bink und Bink ist schon fast zu alt, um noch länger darauf zu warten, dass sich sein magisches Talent zeigt. Denn ist man erst 25 Jahre alt und kann nicht beweisen, dass man über ein magisches Talent verfügt, wird man nach Mundania, dem Land ohne Zauberkraft, ins Exil geschickt. Bink will aber nicht ins Exil, er will mit Sabrina, seiner Jugendliebe, ein friedliches Leben im Norddorf führen. Da ihm die Zeit aber nun davon läuft, beschließt er, den Guten Zauberer Humpfrey zu besuchen, damit dieser herausfindet, über welches Talent er denn nun verfügt. Die Reise zum Schloß des Magiers ist aber nicht ungefährlich, da jede Pflanze sich vor unliebsamen Wanderern mit Magie zu schützen weiß und so manches Ungeheuer nur darauf wartet, einen Happen Menschenfleisch zu fressen. Bink begegnet sogar einer höchst mächtigen Zauberin, die nichts lieber möchte als Königin des Landes zu werden und sie bietet Bink an, an ihrer Seite König zu werden. Die Verlockungen und Gefahren sind zahlreich und Bink findet meistens einen Ausweg, sich diesen wieder zu entziehen. Trotzdem verläuft nicht alles so, wie er es erwartet hat und nachdem er beim guten Zauberer war, dauert es gar nicht mehr lange, bis er sogar auf den ins Exil geschickten bösen Zauberer Trent stößt, der vor vielen Jahren versucht hat, dass Königreich Xanth zu übernehmen und der nun immer noch von diesem Ziel träumt. Piers Anthony schafft es mit seinem scheinbar unerschöpflichem Einfallsreichtum, den Leser von Seite eins an zu begeistern. Magie kann in vielen Formen auftauchen, doch die Formen, die sich Piers Anthony ausdenkt, sind wirklich denkwürdig. Neben allerlei Formen der Magie lernen wir auch durch die Wanderschaft des Helden immer mehr über die Geschichte des Landes Xanth und nach und nach erschließt sich dem Leser dann eine einzigartige Welt. Zwar kommt das weibliche Geschlecht im Verlauf seiner Geschichte bei Anthony nicht immer gut weg, am Ende des Buches erweist sich dieser "sexistisch" wirkende Part aber als Mittel zum Zweck, der für den Helden am Ende ganz wichtig wird. Er erkennt nämlich immer rechtzeitig, dass eine Frau nicht nur an ihrem Aussehen und an ihrer Intelligenz zu messen ist, sondern dass es da noch mehr gibt, das eine komplexe Frau ausmacht. Und eine der weiblichen Figuren dieses Buches stellt sich als sehr komplex heraus. |
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