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Brian W. Aldiss: Die unendliche Reise. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 1984. 235 S. ISBN 3-404-22075-7 (Zur Zeit nur noch im Antiquariaten zu erhalten.)

Roy Complain lebt in einem Normadenstamm, der je nachdem, wie es um die Nahrungsquellen steht, weiter durch ein seltsames Gebiet zieht, das sich anscheinend zwar endlos hinzieht, aber kein offenes Gelände ist, sondern sich eher in einem abgeschlossenen künstlich erschaffenden Gebilde befindet. Als seine Frau bei der Jagd spurlos verschwindet und wohl ein weiteres Opfer der Voruns-Menschen oder der Mutanten geworden ist, sieht Roy keinen Sinn mehr darin, bei seinem Stamm zu verweilen. Da kommt es ihm gerade recht, dass ein aufmüpfiger Priester, der glaubt, dass sie sich in Wahrheit in einem Raumschiff befinden und weiß, wo man den Steuerraum findet, beschlossen hat, seine Theorie anhand gefundener Pläne zu beweisen. Zusammen mit einem dritten Stammesmitglied machen sie sich auf die beschwerliche Reise. In deren Verlauf wird das bisherige Weltbild der Wanderer andauernd auf den Kopf gestellt und am Ende steht ein Wendepunkt für alle sich im Raumschiff befindenden Lebewesen.

Die 1958 von Aldiss erdachte Geschichte braucht etwas Zeit, um den Leser in ihren Bann zu schlagen. Erst einmal nähert man sich nur schwer der Hauptperson und den Riten seines Stammes. Wenn aber die Reise ins Innere des Schiffes beginnt und nach und nach die Geheimnisse gelüftet und etwas über die lange Geschichte des Schiffes erzählt wird, dann staunt man über das Geschick des Autors, der wohl zu den einflussreichsten britischen SF-Autoren seiner Generation zählt, mit dem er seine Geschichte sorgsam aufgebaut hat. Wer sich auf diese Geschichte einlässt, wird oft überrascht werden und spannend bis zur letzten Seite unterhalten.