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Link zur Ausgabe #2, #3
Wyrd - The reluctant Warrior! #1, erschienen im Juli 1999 bei
Slave Labor Graphics
Autor und Zeichner: Jim Starlin, Editor: Dan Vado
Wer mächtig sein will, braucht mächtige Geschäftspartner. Ein solcher
heißt Gryde Lingus und sieht aus wie ein Dämon und er kommt am liebsten,
wenn ihm Jungfrauen als Einladung dargeboten werden. Sein Gegenüber ist
der Besitzer der Magnus Corporation. Anderswo sitzt ein Architekt vor
dem Fernseher. Er heißt Jeff und er wird von seiner Frau Dion gerufen.
Er soll seinem Kind einen Gutenachtkuss geben. Danach verspricht er seiner
Frau, daß er nach einer Stunde Arbeit auch ins Bett gehen wird. Dann passiert
aber etwas Seltsames. Er trifft auf D'Ginn. D'Ginn will einen Deal aushandeln.
D'Ginn bietet Jeff ein neues Leben an und er zeigt ihm auch, was passiert,
wenn er nicht in den Deal einwilligt. Er zeigt ihm eine Welt, wie sie
sein wird, wenn er nicht zum Kämpfer für das Gute wird. Auch anderswo
kommt eine Verhandlung zum Wohle des Konsums und des Kapitalismus zum
Ende. Einer muß aber noch eine Entscheidung treffen. Gibt er für ein Zusammenkommen
der hier handelnden Kräfte das Leben seines Sohnes auf? Eine Frage, die
er mit "Ja" beantwortet. Doch gerade als dieser Vertrag unterzeichnet
wird, gibt auch Jeff sein "Ja". So gibt es nun keinen Jeff mehr, dafür
aber Wyrd und dieser schlägt sich nun mit seinen ersten Gegnern herum.
Jim Starlin schafft es mal wieder, guten Mainstream zu schreiben,
der aber fern von den gängigen grafischen Maßstäben der Marke Image existiert.
Sein Held sieht weder männlich noch muskulös aus und seine Gegner sind
auch nicht gerade die Verkörperung von "sexy und cool". Dafür gibt es
skrupellose Geschäftsmänner, jede Menge Dämonen und den allseits beliebten
Held wider Willen. Diese Serie wird sicher ein kurzweiliges, aber gutes
Lesevergnügen. Schließlich hat Starlin mit seinen Silver Surfer-, Warlock-Geschichten
für Marvel, sowie mit Breed und Dreadstar sehr gute Comickost geschaffen.
Wyrd - The reluctant Warrior! #2, erschienen im
August 1999 bei Slave Labor Graphics
Autor und Zeichner: Jim Starlin, Editor: Dan Vado
Ein Vater bekämpft die Alpträume seiner Tochter. Danach wird er von einem
kleinen Dämon mit Namen D`Ginn dazu aufgefordert, ihm durch eine seltsame
Öffnung zu folgen. Jeff Magnus muß nun sein altes Leben ablegen, um als
Wyrd den Kampf um die Balance zwischen dem Guten und dem Bösen weiterzuführen.
Das Böse in der Form des Nexus Combine hat nämlich fast zeitgleich einen
Deal mit Jeffs Vater abgeschlossen. Dieser ist der Kopf eines mächtigen
Unternehmens und hat somit die Mittel zur Verfügung, die Erde schnellst
möglichst ganz und gar auszubeuten. An einem Ort mit Namen Elsewhere,
den Jim Starlin-Fans in ähnlicher Form schon aus seiner Serie "Breed"
kennen, lernt Wyrd von seinem toten Vorgänger alles über die Geschichte
der achtundsechzig anderen Wyrd-Krieger. Sie alle haben um andere Welten
gekämpft. Sie haben ständig verloren. Nun geht es um die Erde und Wyrd
muß sofort in die Höhle des Löwen, um seine Gegner auszuspionieren. Er
kann mit Hilfe seines linken Auge nämlich das sehen, was andere nicht
sehen können. Er sieht die Spione des Nexus Combine und somit die Diener,
die nun seinem Vater und Lord Dreadnought helfen.
Auch der zweite Teil ist die Art von guter Comicunterhaltung, die
wir von Jim Starlin gewohnt sind. Eine schnelle, nicht ganz dumme Geschichte
um den Kampf von Gut und Böse und um einen Antihelden, der sich in diesem
Kampf behaupten muß. Auffallend sind bei den Zeichnungen immer mehr die
mit Hilfe eines 3-D Programmes erstellten Hintergründe und Einrichtungsstücke.
Nun ja, Mr. Starlin bietet ja auf der letzten Seite auch ein Computerspiel
mit Namen "Elsewhere" an. Gut vermarktet ist eben halb gewonnen.
Wyrd - The reluctant Warrior! #3, erschienen im
September 1999 bei Slave Labor Graphics
Autor und Zeichner: Jim Starlin, Editor: Dan Vado
Zusammen mit D`Ginn untersucht Wyrd das Hauptgebäude der Magnus Corporation.
Dort finden sie ersteinmal einen hochrangigen Mitarbeiter, der in einem
Zementklotz festgehalten wird, der aber trotzdem noch freudig den von
ihm geforderten Aufgaben nachgeht. Er ist überzeugt davon, daß er sich
bald wieder hochgearbeitet hat. Da die Sicherheitskräfte auf sie aufmerksam
geworden sind, begeben sich Wyrd und D`Ginn in die tieferen Etagen des
Gebäudes. Hier sitzen seelenlose Mitarbeiter und bearbeiten an ihren Telemarketingplätzen
ihre Kundschaft. Bei einer weiteren Erkundungen der Etage finden sie auch
den Ort und das seltsame mystische Werkzeug, mit dem den Mitarbeitern
ihre Seele geraubt wird. Natürlich versucht Wyrd nun die Kugel, in dem
die Seelen gefangengehalten werden, in seinen Besitz zu bekommen, doch
sieht er sich danach sofort einer größeren Anzahl von fast unbesiegbaren
Gegnern gegenüber. Nur mit sehr viel Glück und der Erfahrung eines langjährigen
Comiclesers gelingt es Wyrd, mitsamt der Seelenkugel zurück nach Elsewhere
zu gelangen. Dort trifft er als erstes auf Helden seiner Kindheit. Sie
heißen "Gamma Gal" und "Maxi-Man" und es scheint so, als ob Maxi-Man mehr
als nur erfreut darüber ist, daß Wyrd ihn hier so nett begrüßt. Anscheinend
hatte Maxi-Man mit einer der früheren Wyrd-Inkarnationen eine sehr enge
Beziehung.
Jim Starlin, der sehr oft versuchte, das Marvel Universum zu vernichten,
scheint innerhalb seines eigenen Universums gerne mal den mahnenden Zeigefinger
zu erheben. So kann man diese Serie schon als Kritik an großen Konzernen
ansehen und Starlin macht sich hier auch lustig über den Wahnsinn des
Kapitalismus. Leider verläßt er sich zeichnerisch zu sehr auf das Zusammenspiel
von mit der Hand gezeichneten Bildern und Hintergründen aus dem Computer.
Damit wird der Zeichner Jim Starlin dem Autor Jim Starlin nicht wirklich
gerecht.
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