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Shamo #1, erschienen bei Egmont - Manga & Anime

Autor: Izou Hashimoto, Zeichner: Akio Tanaka

Der 16jährige Ryo Narashima brachte plötzlich seine Eltern auf brutale Weise um. Ryo landet in einer Besserungsanstalt und wird von Anfang an mit den Repressalien seiner Mitgefangenen konfrontiert, die für einen Elternmörder keinerlei Sympathie aufbringen. Repressalien heißt in dieser Besserungsanstalt Vergewaltigung und Schläge. Es kommt zu einer weiteren Bluttat und nach einem Besuch seiner Schwester, die durch seine Tat ihr Zuhause verloren hat, wird Ryos Verzweiflung immer größer. Durch den Karateunterricht eines zu lebenslanger Haft Verurteilten eignet er sich aber eine große Willenskraft und körperliche Stärke an. Er hat ein Ziel und dieses ist, die zwei Jahre Haft zu überleben, um sich danach auf die Suche nach seiner Schwester zu begeben, der er ihr Leben zurückgeben will.

"Shamo" ist ein hartes Stück aufgezeichnete Gewalt. Der grundlose Mord und die Angriffe durch die Mitgefangenen zeichnen ein Bild, das für den Betrachter manchmal kaum zu ertragen ist. Gut, daß dieses Comic als "ab 18" gekennzeichnet ist und hoffentlich halten sich auch alle Comichändler an diese Altersfreigabe. Beeindruckend ist aber die zeichnerische Kraft des Künstlers, der diese Bilder schafft. Akio Tanaka beweist ein ungeheureres Talent. Ob eine solche Geschichte wirklich erzählt gehört, die kaum Antworten auf die gezeigte Gewalt bietet, kann nur Anlaß zu einer weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt an sich sein. Vielleicht ist aber die Realität wirklich so grausam und bei dem, was uns täglich an Schreckensmeldungen erreicht, kann man dem auch kaum widersprechen und wenn nicht von der Realität, von was sollte sich ein Geschichtenerzähler denn dann inspirieren lassen. Aber auch ich sehe es eigentlich viel lieber, wenn der Mord, der hier am Anfang dargestellt wird, durch einen tollen Helden verhindert wird, doch wann ist denn schon ein Held in Wirklichkeit im richtigen Moment zur Stelle?

Shamo #2, erschienen bei Egmont - Manga & Anime

Autor: Izou Hashimoto, Zeichner: Akio Tanaka

Ryos Überlebenskampf in der Besserungsanstalt, in die er wegen des grausamen Mordes an seinen Eltern gesteckt wurde, setzt sich auch in diesem zweiten Band fort. Es warten noch vier brutale Kämpfe auf den Jugendlichen, die all sein Können in den von seinem Meister Kurogawa unterrichteten Karatetechniken auf härteste fordern. Am Ende muß er sich dann auch noch seinem Lehrer stellen.

So besteht die Handlung auch nur aus der Aneinanderreihung von brutalen Kämpfen, die wieder von einem echten Meister seines Fachs aufs Papier gebracht worden sind. Da die Handlung aber daher sehr einseitig verläuft, versucht der Leser diese sehr schnell hinter sich zu bringen, um dann im nächsten Band vielleicht wieder auf eine etwas vielschichtigere Handlung zu stoßen. Der einzige erzählerische Lichtblick ist da noch der Rückblick, in dem man erfährt, weshalb Ryos Lehrmeister in der Besserungsanstalt sein Dasein fristet. Meine Anerkennung zolle ich aber, wie oben schon geäußert, dem Zeichner, den man als wirklich neue Entdeckung feiern kann. Hoffentlich darf er auch mal was anderes Zeichnen als nur diese Gewaltorgien.