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Zentak #1/Die Passage der Argonauten/erschienen bei Splitter Story: Jean-Pierre Pècau, Zeichnungen: Def Tim Page ist ein Netrunner. Seine Begabung ist es, im Cyberspace die richtigen Informationen auf gut gesicherten Orten zu finden und gegebenenfalls zu stehlen. Tim hat aber schon bessere Zeiten erlebt und nimmt deshalb auch höchst bedenkliche Aufträge an. Diesmal soll er bei einem Mikrochip-Diebstahl behilflich sein. Dumm nur, daß kurz nach der Auftragsannahme eine alte und sehr gute Freundin von Tim getötet wird. Vielleicht hatte Ruby, die zwar seit länger Zeit nicht mehr als Journalistin gearbeitet hat, die falschen Informationen aufgeschnappt. Und irgendwie scheint in dem Mordfall auch Tims Auftraggeber verwickelt zu sein, doch davon hat Tim keine Ahnung. Tim bekommt eine Ronin zur Seite gestellt. Blade scheint eine wirklich gute Diebin und Kämpferin zu sein. Mit dem nötigen Equipment machen sich die beiden an die Arbeit, doch leider geht da etwas ganz schön schief, da irgendwelche Personen im Hintergrund es auf Tim abgesehen haben. So befinden er und Blade sich bald auf der Flucht. "Zentak" ist vor allem eins: Cyberpunk in Reinkultur. Wer jemals ein Buch von William Gibson oder Bruce Sterling gelesen hat und wer die Straßenschluchten des Film "Blade Runner" liebt und kennt, der fühlt sich mit diesem Comic gut bedient. Anders als die japanischen Cyberpunk-Versuche wie "Ghost in the Shell" trumpft dabei auch der sehr klare Handlungsverlauf auf. Und natürlich kommen auch die Freunde des Rollenspiels "Shadowrun" auf ihre Kosten, da man hier genau das findet, was ein Abenteuer, in dem verrückte, drogenabhängige Netrunner mit harten aufgemotzten Söldnern und Dieben einen Auftrag erledigen sollen, hat und braucht. Ein Manko hat aber das Ganze und zwar den, daß wir wohl vielleicht nie erfahren werden, wie die Geschichte zu Ende geht. Zum einen hat ja der Splitter-Verlag seine Tätigkeit einstellen müssen und zum anderen hat sich bisher kein Verlag gefunden, der es wagt, diese Serie fortzusetzen. Wer sich davon aber nicht abschrecken läßt, findet "Zentak" in einem gut sortierten Comicladen seines Vertrauens und bekommt für sehr wenig Geld wenigstens eine kleine Dosis Cyberpunk im Comic-Hochglanzformat. |
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