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Link zur Ausgabe #4

Detektiv Conan (Band 1&2) erschienen bei Egmont Manga & Anime Europe

von Gosho Aoyama

Im Mittelpunkt der Taschenbücher von G. Aoyama steht der 16jährige Hobbydetektiv Sinichi Kudo, der durch seinen scharfen Verstand und seine schnelle Auffassungsgabe dazu in der Lage ist, auch die kniffligsten Fälle ganz im Stil seines Vorbildes, Sherlock Holmes, zu lösen. So zögert er keine Sekunde, als er in einem Freizeitpark zufällig Zeuge eines brutalen Mordes wird - er nimmt sich der Sache sofort an. Im Verlauf seiner Ermittlungen verfolgt er einen dringend Tatverdächtigen und wird von diesem niedergestreckt. Als er wieder zu sich kommt staunt er nicht schlecht: Ein unbekanntes Gift hat seinen Körper in den eines 6jährigen Jungen zurückverwandelt! Allein der glückliche Umstand, dass Sinichi den befreundeten Erfinder Professor Agasa von seiner Identität überzeugen kann, rettet ihn vor dem Kinderheim. Und so gibt er sich von da an als dessen Neffe Conan aus und hat nur noch ein Ziel im Auge: Den Schurken zu fassen, der ihm all dies eingebrockt hat.

Wow! Das hätte ich nicht gedacht! Dieser Comic ist wirklich etwas besonderes. Die Figuren sind liebevoll ausgearbeitet und entwickeln für den Leser bereits nach kurzer Zeit ihren eigenen Charakter. Die Handlung ist ebenfalls mehr als gelungen. Conan löst Fall nach Fall und deckt dabei Verrat und Intrigen auf. Dennoch verliert er aber nie sein eigentliches Ziel aus den Augen, nämlich wieder groß zu werden. Hierbei merkt man dem Comic deutlich an, dass der Autor und Zeichner Aoyama selbst ein eingefleischter Fan der Krimifiguren Sherlock Holmes und dessen japanischen Equivalent Kogoro Akechi ist, denn die Kriminalfälle in seinen Büchern sind durchweg raffiniert durchdacht. Von der grafischen Seite her hat man es hier mit dem herkömmlichen Manga-Stil zu tun, der aber durch einen ständiges Wechselspiel von Licht & Schatten eine wirklich interessante Note erhält. Lediglich die Manga-typischen Slapstick-Einlagen sind von Zeit zu Zeit doch ein wenig nervig, aber man nimmt sie andererseits auch gerne in Kauf, denn "Detektiv Conan" ist ansonsten ein tolles Beispiel für ein rundum gelungenes Comic. Ein Manko bleibt jedoch: Warum bekommt man als West-Europäer ein Produkt vorgesetzt, dass man von hinten nach vorne lesen muss (wie ja in Asien üblich)? Wenn man den Kram schon ins Deutsche übersetzt, könnte man doch gleich auch die Reihenfolge der Seiten ändern, nachdem sie einfach gespiegelt wurden, was im Zeitalter des Computers doch eigentlich kein Problem mehr darstellen sollte, oder liege ich da falsch? Patrick

Detektiv Conan (Band 4), erschienen bei Egmont - Manga & Anime

von Gosho Aoyama

Zunächst wird Conan mit der Aufklärung eines besonders blutigen Mordes innerhalb der Mauern eines Museums konfrontiert. Ein Mitarbeiter wurde von einem Mann in Ritterrüstung mit einem Schwert richtiggehend abgeschlachtet. Besonders hektisch wird sein Leben jedoch, als er kurz darauf in einem Zug auf eben jene Halunken trifft die für seine Verwandlung in einen kleinen Jungen verantwortlich sind. Leider hat Conan aber keine Zeit, die zwei Fieslinge näher zu beobachten, denn sie haben eine Bombe nebst Zeitzünder in dem Zug platziert und nur er allein kann die ahnungslosen Passagiere vor dem sicheren Tod retten. Abschließend stößt Conan gemeinsam mit seinen jungen Freunden auf einen merkwürdigen Zeichencode, der im Zusammenhang mit dem Diebstahl einer großen Menge Goldmünzen steht. Doch der messerscharfe Verstand des kleinen Helden bezwingt auch diese knifflige Aufgabe.

Ach ja - was soll man da noch schreiben? Der kleine Detektiv hat es wirklich faustdick hinter den Ohren. Obwohl die drei Fälle nicht von schlechten Eltern sind, so werden sie letzten Endes doch von ihm gelöst - wie immer eben. Dynamik, Tempo und Bildaufbau sind dabei wie gehabt. Positiv fällt jedoch ins Gewicht, dass die Einbindung der zwei düsteren Oberfieslinge die Rahmenhandlung nicht außer acht geraten lässt. Wirklich weiterentwickelt wird diese aber nicht. Bin mal gespannt, ob der Autor bald mal zu Potte kommt. Patrick