Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs

Wie dankbar man Peter Jackson für seine Umsetzung der Fantasy-Trilogie aus der Feder von J.R.R. Tolkien sein kann, spiegelt sich hoffentlich im Februar bei der nächsten Oscarverleihung wieder. Wenn Peter Jackson dann wieder nicht als bester Regisseur ausgezeichnet werden sollte, dann wäre es die große Tragödie der Filmgeschichte und die Oscars wären endgültig zu nichts weiterem verkommen als zu dem jährlichen Treffen von ein paar Hollywoodtypen, die sich gerne feiern lassen. Der dritte Teil läßt wirklich jeden Traum eines Fans wahr werden. Als Betrachter verliert man jedes Zeitgefühl und merkt vielleicht erst an dem ruhigen Endteil der Geschichte, daß man gerade drei Stunden im Kino verbracht hat und etwas Einzigartiges sehen durfte. Erzählerische Kraft, die von Darstellern und Bildzauberern auf die Leinwand gebannt wurde, wird entfacht und lassen den Zuschauer bis zur letzen Minute nicht mehr los. Egal, welchen Handlungsstrang man verfolgt, die Spannung steigt von Minute zu Minute und läßt einen nicht mehr los. Der verzweifelte Weg von Frodo, Sam und Gollum, die sich in das Zentrum des Bösen wagen und die alle auf die eine oder andere Weise von der Macht des Rings immer mehr ergriffen werden, wird für den Betrachter zu einer emotionalen Achterbahnfahrt, da man sich der Faszination des immer böser werdenden Gollums nicht entziehen kann und gleichzeitig mit anzusehen hat, wie die Freundschaft von Frodo und Sam auf eine harte Probe gestellt wird. Dadurch wird Sam auch sicherlich zu einem der sympathischsten und größten Helden der Filmgeschichte, da ohne seine grenzenlose Hingabe und seine Liebe für Frodo die Geschichte sicherlich tragisch enden würde. Dann gibt es die Schlacht um Minas Tirith mitzuverfolgen, die auf immer neue Höhepunkte zustrebt und bei der man sich einfach von der visuellen Kraft der Bilder überwältigen läßt. Geschickt wechselt die Handlung zwischen den einzelnen Protagonisten fast im Minutentakt und verlangt für einen eigentlich einfachen Handlungsplot vom Zuschauer einiges an Konzentration und läßt damit keinen Zweifel, daß es auch bei einem wiederholten Anschauen des Films noch vieles zu entdecken gibt. Der Rasanz der Ereignisse ist auch sicherlich so manche Nebenhandlung zum Opfer gefallen, doch diese werden sich dann wohl auf der Special Edition der DVD im nächsten Herbst wiederfinden.

Es gibt also keinen Zweifel mehr darüber, daß ein sich voll der Sache verschriebener Filmemacher etwas Unmögliches schaffen kann. Einen reinen Actionfilm hätte vielleicht auch ein anderer aus dieser Saga machen können, doch ein solch mit Herzblut und Emotionen gefülltes Epos, das sicherlich ersteinmal für lange Zeit neue Maßstäbe setzt, ist mehr als wir uns erhoffen durften und deshalb ist Peter Jackson nun zu einem der größten Filmemacher aller Zeiten geworden. ....and the Winner is .....Peter Jackson.