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Shrek - Der tollkühne Held
Im normalem Märchen gibt es einen strahlenden Helden, der auszieht, um
durch das Erleben vieler Abenteuer das Herz einer schönen Maid zu erobern.
Nun aber dachte sich ein Kinderbuchautor Namens William Steig mit dieser
Tradition zu brechen. Sein Held ist ein echter Oger, der eigentlich nur
eine Aufgabe hat, Helden von seinem Grundstück zu verjagen. Dieses Tagewerk
wird aber plötzlich gestört, als der aufstrebende Herrscher des Landes,
Prinz Farquaad, alles daran setzt, die Märchengestalten seines Landes
aus seinem Reich zu verbannen. So landen nämlich alle bekannten Märchengestalten,
vom bösen Wolf bis hin zu den sieben Zwergen, im Sumpf unseres Ogers mit
Namen Shrek. Shrek ist von seinen Gästen gar nicht begeistert. Er ist
nun mal ein furchteinflößender Einzelgänger und so soll es auch bleiben.
So zieht Shrek aus, um Farquaad seine Meinung zu sagen. Am Hofe angelangt,
geht er mit dem kleinwüchsigen Herrscher einen Handel ein. Er wird für
Farquaad die Prinzessin Fiona aus der Gewalt eines Drachen befreien und
dafür wird Shrek von seinen Gästen befreit. Und so zieht unser unfreiwilliger
Held in Begleitung eines stets plappernden störrischen Esels aus, um sich
dem Drachen zu stellen.
Warum die Macher von computeranimierten Filmen immer so ein glückliches
Händchen bei der Wahl der Geschichte haben, ist mir langsam ein Rätsel.
Shrek ist wieder genauso originell wie es schon Filme wie "Toy Story"
und "Das große Krabbeln" waren. Gute Gags und nette Randideen lassen die
Zuschauer 90 Minuten verzückt in ihren Kinosesseln sitzen und sich wie
ein kleines Kind fühlen, das zum ersten Mal ein gutes Märchen erzählt
bekommt. Und mit Märchen und den daraus bekannten Personen und Geschichten
räumt dieser Film ziemlich auf. Und auch andere Anspielungen auf modernere
Stoffe werden in diesem Film ganz geschickt eingestreut. Gut, der Esel
nervt ab und an mit seinem ständigen Gelaber, aber was soll man auch machen,
wenn man Eddie Murphy eine Sprechrolle anbietet. |