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Red Planet
Regie: Antony Hoffman, Drehbuch: Chuck Pfarrer und Jonathan Lemkin, Kamera:
Peter Suschitzky, Musik: Graham Revell, Darsteller: Val Kilmer (Gallagher),
Carrie-Ann Moss (Bowman), Tom Sizemore (Burchenal), Benjamin Bratt (Santan),
Simon Baker (Pettengil), Terence Stramp (Chantilas)
Der Mars ist zur Hoffnung der Menschheit geworden. Die Erde, von Umweltkatastrophen
heimgesucht, wird nicht mehr lange als Lebensraum für die Menschen herhalten
und deshalb hat die Besiedelung des Mars Vorrang vor allen anderen Dingen.
Um auf dem Mars erdähnliche Bedingungen herzustellen, ist es wichtig,
daß dort mit Hilfe von freigelassenen Algenkulturen Vegetation und dadurch
Sauerstoff entsteht. Beobachtungen zeigten aber, daß nach einem erfolgsversprechden
Beginn der Mission nun etwas das weitere Wachstum der Algen verhindert
hat. Ein Team, angeführt von Commander Kate Bowman, soll nun herausfinden,
was auf der Marsoberfläche passiert ist. Gerade ist das Schiff nach seinem
langen Flug auf dem Marsorbit angekommen , als es durch einen Sonnensturm
stark beschädigt wird. Bowman gibt dem Rest der Besatzung den Befehl zur
Evakuierung des Schiffes, während sie versucht, den Schaden zu beheben.
Die Rettungskapseln landen mit großen Schwierigkeiten auf dem Mars und
dabei verliert die Mannschaft auch den Kontakt zum Roboter AMEE, der eigentlich
für militärischen Zwecke entwickelt wurde, nun aber bei der Erkundung
der Marsoberfläche behilflich sein sollte. Ein weiteres Problem für die
auf dem Mars Gestrandeten besteht darin, daß sie weit weg von ihrem eigentlichen
Ziel gelandet sind und ihnen zum Erreichen der Basis nur wenig Sauerstoff
zur Verfügung steht. Der wissenschaftliche Berater der Mission Chantiles
wurde bei der Landung stark verletzt und beschließt bei der Rettungskapsel
zu bleiben, da er sonst die anderen nur aufhalten würde. Gallagher, Burchental,
Pattengil und Santan erreichen nach langem Marsch die Station, müßen aber
zu ihrem Entsetzen feststellen, daß die Basis zerstört worden ist. Ohne
weitere Sauerstoffreserven sehen sie nun für sich keine Überlebenschancen.
Sie warten auf den Tod. Während Gallagher und Burchental ruhig sitzend
abwarten, fangen abseits von ihnen Pattengil und Santan einen Streit an
und am Ende stößt Pattengil Santan in die Tiefe eines Abgrundes. Patengil
erzählt den beiden anderen, daß Santan sich aus Verzweiflung dort selbst
heruntergestürzt hat. Commander Bowman hat währenddessen die Kontrolle
über ihr Schiff wiedererlangt und versucht nun Funkkontakt mit den sich
auf dem Mars befindenden Crewmitgliedern zu bekommen. Da aber diese keinerlei
funktionierende Empfänger haben, schlägt dieser Versuch fehl. Der Augenblick
des Todes scheint für die auf dem Mars Gestrandeten gekommen zu sein.
Nach und nach geht ihnen der Sauerstoff aus und sie drohen zu ersticken.
Am Ende seiner Kräfte angekommen öffnet Gallagher seinen Helm und muß
zu seiner Überraschungen feststellen, daß er atmen kann. Auf dem Mars
gibt es Sauerstoff. Wie ist dies möglich? Von den ausgesetzten Algen fehlt
jede Spur und auch sonst kann keine Vegetation entdeckt werden. Der Roboter
AMEE erreicht das Lager. Gallagher stellt fest, daß viele Funktionen von
AMEE zerstört worden sind und daß AMEE wohl bald abgeschaltet werden muß.
AMEE sieht diese harmlose Bemerkung als Bedrohung an und schaltet auf
Militärmodus um und richtet sich gegen die Menschen. Bei der ersten Attacke
von AMEE wird Burchental verletzt. Dann verschwindet AMEE, um nach und
nach die Kampfkraft ihrer Gegner zu verringern. Die drei Männer, von denen
zwei nicht ahnen, daß einer von ihnen einen Mord begangen hat, versuchen
zur Sojourner-Sonde zu gelangen, die einst Bilder vom Mars zur Erde geschickt
hat. Sie hoffen mit Hilfe des sich in der Sonde befindenen Sender Kontakt
zu ihrem Schiff zu bekommen. Dabei haben sie nicht viel Zeit, da sie zum
einen nichts zu Essen haben und das Schiff auch nicht lange im Orbit um
den Mars bleiben kann. Natürlich ist ihnen auch die Bedrohung durch AMEE
klar und sie müssen einen Weg finden, wieder vom Mars wegzukommen. Außerdem
wartet noch eine völlig andere Überraschung auf sie.
Fast alle Probleme, die die Helden dieser Geschichte haben, sind einfach
konstruiert. Ein Notfall zwingt sie zur Notlandung und dann ist da noch
ein Roboter mit einer Fehlfunktion. Außerdem ist einer der ums Überleben
Kämpfenden zum Mörder geworden und so haben wir schnell ganz viele Spannungsquellen
geschaffen. Der Kampf ums Überleben bleibt aber im weiteren Handlungsverlauf
durch reines Abarbeiten von gesetzten Zielen recht undramatisch . Die
wenigen Actionmomente, nachdem das Schiff vom Sonnensturm getroffen wurde,
bringt die Konfrontation mit dem Roboter, die durch Spezialaffekte, die
AMEE sehr beweglich und tödlich aussehen lassen, einiges fürs Auge zu
bieten hat. Die Person, die am meisten zu arbeiten hat, ist die auf sich
alleine gestellte und um das Leben ihrer Crew und die Funktionsfähigkeit
ihres Schiffes kämpfende Kommandantin. Carrie-Anne Moss hat dadurch am
meisten Raum sich in Szene zu setzen, während ihre Schauspielerkollegen
durch die schwachgezeichneten Charaktere kaum Möglichkeiten zu großen
Leistungen haben. Wobei Terence Stamp, dessen Rolle schnell weggestorben
ist, sein Geld am leichtesten verdient hat. Aus all dem kommt ein wissenschaftlich
ambitionierter und durch seine an viele Katastrophenfilmen erinnernde
Handlung spannender, wenn auch etwas actionarmer Film heraus, bei dem
die Rollen auch mit x-beliebigen Schauspielern hätten besetzt werden können.
Trotzdem bleibt der Versuch, eine mit Intelligenz gelöste SF-Geschichte
zu erzählen, zu bewundern, da es sonst in diesem Genre ja nicht gerade
immer logisch zugeht. |