Rush Hour 2

"Rush Hour 2" setzt da ein, wo der erste Teil aufhörte. Chief Inspector Lee von der Hong Kong Police (Jackie Chan) und der LAPD Detective James Carter (Chris Tucker) wollen Urlaub in Hong Kong machen. Mit dem Urlaub ist es allerdings nicht weit her, als Lee den Auftrag bekommt, den Triaden-Boss Ricky Tan festzunehmen. Schnell sind die beiden einem Geldfälscherring auf der Spur, der, wie es scheint, von Tan, der zudem ein alter Feind von Lee ist, geleitet wird. Dann kommen noch zwei Frauen ins Spiel: die undurchsichtige und schöne Isabella Molina und die eiskalte Auftragsmörderin Hu Li, die von Zhang Ziyi, bekannt aus "Tiger and Dragon" gespielt wird. War es im ersten Teil Lee, der sich mit den amerikanischen Gepflogenheiten auseinandersetzen musste, so ist es jetzt Carter, der als amerikanischer Großstadtcop seine Probleme mit der chinesischen Kultur hat. Wie Lee sagt: "Hier bin ich Michael Jackson - und du Toto". Was Carter nicht daran hindert, sich mit nie endendem Redefluss von einer Schwierigkeit in die nächste zu befördern. Das sorgt natürlich für allerlei Komödieneinlagen - und die Kriminalhandlung für handfeste Auseinandersetzungen, in denen Jackie Chan zeigen kann, was er am besten kann - irrwitzige Stunts und rasant durchchoreographierte Kampfeinlagen. Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.

Regisseur Brett Ratner, der schon den ersten Teil von "Rush Hour" inszenierte, bleibt beim bei dem gewohnten Erfolgsrezept. Darüber hinaus hat der Krimiplot genug Wendungen und Einfälle, um interessant zu bleiben und die Kombination Chan/Tucker sorgt humoristisch für den gewohnten Standart. "Rush Hour 2" überrascht also nicht gerade durch ein übermäßiges Übertreffen des ersten Teils, aber man bekommt genau das, was man erwartet: unterhaltsame neunzig Minuten mit Jackie Chan, der zwar nicht mehr so schnell wie Jet Lee ist und nicht so cool war wie Chow Yun Fat, aber immer noch der sympathischste Hong Kong - Import aller Zeiten ist. Und wer würde sich darüber nicht freuen?