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Showtime
Wie kommt es, daß zwei total unterschiedliche Cops in einer TV-Reality-Show
zusammen bei der täglichen Arbeit zu sehen sind? Das Ganze war so. Detective
Mitch Preston ist ein wortkarger Mann, der einer Schulklasse erzählt,
daß die echte Polizeiarbeit nichts mit dem zu tun hat, was die Kids im
Fernsehen zu sehen bekommen. Er springt nicht über Häuserdächer, er ist
nie bei irgendwelchen Verfolgungsjagden dabei und er hat nur selten von
seiner Waffe Gebrauch machen müssen. Er ist ein Detective und das bedeutet,
daß er mit Diensteifer den Gangstern so lange auf die Pelle rückt, bis
er diese festnehmen kann. Patrol Officer Trey Sellars dagegen ist ein
Mann, der mit allen Mitteln ins Rampenlicht möchte. Er ist nur Cop, weil
ihn niemand als Schauspieler haben will. Eines Abends versaut Trey Mitch
eine Festnahme, auf die dieser hingearbeitet hat. Außerdem geraten sie
dabei in eine Schießerei, bei der die Gangster eine Waffe mit hoher Durchschlagskraft
benutzen. Eine Waffe, über die bisher nichts bekannt war. Natürlich wird
die Presse auf den Fall aufmerksam und als Mitch eine Kamera mit einem
Pistolenschuß erledigt, weiß er noch nicht, welche Folgen das für ihn
hat. Mitchs Auftritt hat eine TV-Produzentin sehr beeindruckt und nun
will sie mit diesem Mann eine Show aufziehen. Als Druckmittel kann sie
mit einer Klage wegen der zerstörten Kamera dem Polizeipräsidium drohen.
So gibt Mitchs Vorgesetzter schnell nach. Dies nutzt Trey aus, um sich
auch ins Spiel zu bringen und Produzentin Chase Renzi ist von der Verschiedenheit
der beiden Polizisten beeindruckt und sieht viele Möglichkeiten in den
Reibereien der Beiden, so daß sie Trey zu Mitchs Partner macht. Als erstes
muß sie aber aus den Beiden zwei fernsehtaugliche Cops machen. So lernen
die beiden von den erfahrenen TV-Cop-Veteran William Shatner, was es heißt,
sich wie ein Cop zu verhalten. Während Trey alles in sich aufsaugt, was
Shatner erzählt, hat Mitch dafür nur ein müdes Lächeln übrig. Nachdem
Trey dann auch noch einen passenden Titel für die Doku-Soap gefunden hat,
kann es dann losgehen. Und so begeben sich die unterschiedlichen Cops
auf die Suche nach einer Waffe, die es eigentlich offiziell nicht gibt.
So sind sie einem gefährlichen und skrupellosen Gangster auf der Spur,
dem Drogenbaron Vargas.
Nach zahlreichen unterschiedlichen Cop-Duos sind es diesmal Robert
De Niro und Eddie Murphy, die zusammen den bösen Gangstern hinterherjagen
und sich zwischendurch immer mal wieder streiten. Genau aus diesen unterschiedlich
angelegten Charakteren, die den beiden Mimen auf den Leib geschrieben
sind, entwickelt der Film auch seinen Charme. Dazu kommen höchst amüsante
Szenen mit einem sehr selbstironisch agierenden William Shatner. Der Rest
ist die Art von Räuber- und Gendarm-Spiel, wie wir sie schon aus Dutzenden
von Filmen her kennen. So kann "Showtime" über seine gesamte Länge zwar
unterhalten, bietet uns aber nichts Neues. Außerdem fragt man sich, wann
Robert De Niro mal wieder endlich eine dieser ernsthaften Rollen annimmt,
die ihm einst zu seinem exzellenten Ruf als Schauspieler verholfen haben.
Es ist zwar sicher schön, wenn man aus einem Projekt, in das man selbst
Geld hineinsteckt, auch hundertprozentig wieder welches herausbekommt,
doch wirklich magische Kinomomente werden so nicht auf die Leinwand gebracht.
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