Amores Perros

Die Schicksale einzelner treffen sich an einem bestimmten Punkt und laufen von diesem Punkt aus wieder auseinander. So treffen ganz kurz unterschiedliche Lebensgeschichten aufeinander und mit ihnen eine ganze Ladung von angesammelter Gefühlen und Erfahrungen. Drei Menschenleben treffen aufeinander. Das Leben eines Jugendlichen, der sich hoffnungslos in die Frau seines älteren Bruders verliebt hat und der in den Arenen, in denen die Kampfhunde übereinander herfallen, nach Anerkennung und dem nötigen Geld sucht, um sich seiner Liebe zu beweisen. Dann ist da eine junge Frau, deren Bild in der ganzen Stadt zu sehen ist. Doch das Fotomodell erleidet einen schweren Schicksalsschlag und ist somit nicht mehr in der Lage, ihr Leben als Neureiche in Mexiko-City fortzusetzen. Sie wird zur Gefangenen ihrer eigenen Verzweiflung und so steigert sie ihren Schmerz ins Unermeßliche. Wir begegnen auch einem Revolutionär, der sich nun nicht mehr um die Menschen sondern nur noch um die Hunde der Stadt kümmert. Außerdem arbeitet er als Auftragskiller und sein Auftraggeber ist ausgerechnet der Polizist, der ihn einst als Revolutionär eingesperrt hatte. Drei Leben, wie sie unterschiedlicher nicht hätten sein können, treffen bei einem schweren Unfall aufeinander.

"Amores Perros" landete im letzten Jahr auf fast jeder Kritiker-Bestenliste und beweist, daß auch aus Mexiko Herausragendes in Sachen Film zu uns rüber schwappen kann. Es ist aber sicherlich dem deutschen X Verleih zu verdanken, daß wir diesen überhaupt hierzulande zu sehen bekommen. So ist dieser kleine Verleiher nicht nur die Heimatbasis von Tom Tykwer, sondern scheint auch sein Augenmerk auf Talente außerhalb der bekannten Filmländer gerichtet zu haben.