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The Scorpion King
Es gab zwei Filme in den letzen drei Jahren, die hießen "Die Mumie" und
"Die Mumie kehrt zurück". Beide sorgten dafür, daß das Abenteuerfilm-Genre,
das seit dem letzten Indianer Jones-Film brach lag, eine Wiederbelebung
erlebte. Aus einem der für diese Filmreihe entwickelten Charaktere wird
nun ein neuer Held geschaffen und so erlebt der Scorpion King nun in einer
Handlung, die etwa 5000 Jahre vor unserer Zeit angesiedelt ist, sein erstes
großes Abenteuer. Damals kannte man den Helden namens Mathayus aber noch
nicht als König, sondern als Auftragskiller. Außerdem gehört er zu den
letzten eines fast ausgerotteten Volkes, den Akkadiern. Er bekommt von
den Stammeshäuptlingen der letzten freien Stämme den Auftrag, den allmächtigen
Kriegsherrn Memnon zu töten, da dieser auf dem Schlachtfeld nicht zu besiegen
scheint. Man muß aber auch sagen, daß Memnon einen kleinen Vorteil bei
seinen Eroberungsfeldzügen hat, da er sich auf die Fähigkeiten seiner
Weissagerin Cassandra verlassen kann. So wird Memnon nur recht selten
überrascht. Auch der ersten Attacke des Auftragskillers schafft er zu
entgehen. Aber wie das eben so in solchen Filmen ist, irgendwann, spätestens
am Ende des Films, wird wohl seine Herrschaft enden müssen, da er ja Platz
für den Scorpion King machen muß.
Dieser Film ist ein perfektes Marketing-Produkt. Die Fans der Mumien-Abenteuer
werden schon begierig auf diesen Film warten und wurden im Vorfeld schon
mit schlau zusammengeschnittenen Filmszenen, die in Rockvideos zu finden
sind, zusätzlich heiß gemacht. Doch viele werden bitter enttäuscht sein.
Zwar gibt Hauptdarsteller "The Rock" alles, um sich als legitimer Nachfolger
von Arnold und Co. zu beweisen, doch mangelt es dem Film an wirklich halbwegs
interessanten und nicht schon tausendmal gesehenen Handlungsabläufen.
Auch die Witze der spaßigen Nebendarsteller sind so alt, wie die Zeit,
in der der Film spielt. Es fehlt an einer eleganten Inszenierung und nach
den Mumien-Filmen erwartet der Fan einfach tolle Special-Effects und lebende
Untote und sonstige unheimliche Kreaturen. Doch auf diese teuren Dinge
haben die Produzenten verzichtet, da die Leute wie gesagt auch so ins
Kino gehen werden. Die einzigen Effekte, die es dann zu sehen gibt, wurden
anscheinend direkt aus den ersten Filmen herauskopiert. Am Ende bekommt
man also nur eine aufgewärmte und schlechte Conan-Variante zu sehen und
man kommt mal wieder zu der Erkenntnis, daß nicht alles Gold ist, was
glänzt. Schade.
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