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Blood Work
"Blood Work" ist Clint Eastwoods dreiundzwanzigste Regiearbeit und -
so viel kann man schon mal sagen - es ist nicht seine beste. Dieses Mal
spielt er den FBI-Profiler McCaleb, der einen rätselhaften Serienkiller
verfolgt, der ihm an den Tatorten Nachrichten wie "Fang mich, McCaleb"
hinterlässt. Zu Beginn des Films sieht McCaleb den Mörder flüchtig und
jagt ihm zu Fuß hinterher. Leider erleidet der FBI-Mann während der Verfolgungsjagd
einen Herzinfarkt, kann den Täter aber noch anschießen. Einige Monate
später ist der Serienmörder nicht wieder aufgetaucht. McCaleb hat ein
neues Herz und befindet sich im Ruhestand. In seiner Rekonvaleszenz wird
er aber von einer Frau namens Graciella Rivers angesprochen, die behauptet,
er hätte das Herz ihrer Schwester. Die ist bei einem Überfall umgekommen
und McCaleb soll für sie den Mörder finden. McCaleb macht sich an die
Arbeit und findet bald heraus, dass es neben Graciellas Schwester noch
weitere Opfer desselben kaltblütigen Killers gibt. Schon bald stellt sich
heraus, dass hinter den Überfällen möglicherweise mehr steckt, als es
zunächst den Anschein hatte. Zu allem Überfluss taucht dann noch der Serienmörder,
den McCaleb als FBI-Agent verfolgt hat, wieder auf.
Das klingt nach einem soliden Thriller, und das ist "Blood Work" auch.
Clint Eastwood ist gewohnt gut, Angelica Huston liefert eine solide Darstellung
als Eastwoods Ärztin ab, und vor allem Jeff Daniels als durchgeknallter
Gehilfe ist sehenswert. Das Problem ist nur, dass der Film völlig überraschungsarm
ist. Clint Eastwood als Herzpatient spiel mal wieder mit seinem Alter,
was er nun auch schon seit Jahren tut. Und jeder Zuschauer, der schon
ein paar Thriller gesehen hat - also alle - und mit den Gesetzmäßigkeiten
des Genres vertraut ist, ist dem Detektiv nicht nur einen, sondern mindestens
zehn Schritte voraus. Wenn man das bedenkt, zieht sich die Handlung qualvoll
langsam hin, denn die Motive und die Identität des Täters werden nur schrittweise
und äußerst schleppend enthüllt. Man sagt's nicht gerne, aber "Blood Work"
ist ein schwacher Film und nun wirklich nur was für Eastwood-Fans. Aber
davon gibt es ja immerhin genug. Christian Ulmke
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