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The Tuxedo - Gefahr im Anzug
Jackie Chan ist Tong, James Tong. Leider ist er nur der Chauffeur des
Multimillionärs, Playboys und Geheimagenten Clark Devlin, der passenderweise
in der Fleming Street wohnt. Als Devlin aber nach einem Bombenanschlag
ins Koma fällt, muss der einfältige Ex-Taxifahrer in seine Fußstapfen
schlüpfen - und zwar wörtlich. Denn Davlin verfügt über einen Abendanzug,
der in Wirklichkeit ein hochmoderner Kampfanzug ist, der die Bewegungen
seines Trägers in gefährlichen Situationen automatisch steuern kann. Jetzt
ist es also an Tong, die Weltherrschaftspläne des finsteren Dietrich Banning
zu verhindern. Gegenüber der jungen Geheimagentin Del Blaine, gespielt
von Jennifer Love Hewitt, gibt er sich als Clark Devlin aus und gibt mit
ihrer Hilfe und der des Anzug sein bestes, um die Bösen zu stoppen.
Man sollte meinen, dass die Idee eines lebendigen Anzugs, der die
Bewegungen des oft widerspenstigen Jackie Chan lenkt, genug an Slapstickpotential
bietet, um den Film allein dadurch sehenswert zu machen. Obwohl die Szenen,
in denen Chan entgegen seinem eigenen Willen von dem Anzug herumgewirbelt
wird sind auch durchaus lustig anzuschauen; leider wird dieses Potential
aber nicht ausgereizt. Stattdessen versucht der Film halbherzig, auch
noch eine James-Bond-Satire zu sein. Das funktioniert vor allem deshalb
nicht, weil die Vorstellung von Humor in den Dialogen selten über alberne
sexuelle Anzüglichkeiten und überzogene Kalauer hinausgeht. Das, was Jackie
Chan wirklich kann, nämlich wunderbar choreographierte Actionszenen, sieht
man allzu selten, und das bei seinen Filmen sonst übliche Staunen über
sein unglaubliches akrobatisches Geschick fällt leider auch weg, weil
wir statt atemberaubenden Stunts allzu viele schlechte Special Effects
zu sehen bekommen, wenn der Anzug in Aktion tritt. Als Highlights bleiben
der Gastauftritt von James Brown und die Blooper am Ende des Films. Und
der Wunsch, dass Jackie Chan endlich mal ein richtig gutes Drehbuch über
den Weg läuft, bevor sein Sympathiebonus beim westlichen Publikum aufgebraucht
ist.
Christian Ulmke
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