|
|
The Core
Es steht mal wieder nicht gut um unseren lieben Planeten. Die ersten
Anzeichen dafür finden sich in dem plötzlichen Sterben von Menschen, die
sich zur selben Zeit am gleichen Ort befanden und die alle einen Herzschrittmacher
hatten. Ein Wissenschaftler, den man um seinen Rat bittet, beruhigt die
Militärs damit, daß es sich hierbei um keine zum Einsatz gekommene Geheimwaffe
handelt. Als aber ein Spaceshuttle urplötzlich beim Landeanflug vom Kurs
abkommt und mitten in einem dichtbesiedelten Gebiet notlandet und als
in London die Tauben in großer Zahl auf die Bewohner herabstürzen, wird
langsam klar, daß auf globaler Ebene etwas faul ist. Es ist der zu den
ersten Opfern befragte Wissenschaftler, der dazu eine Theorie aufstellt,
er behauptet nach der Konsultation eines gefeierten Kollegen, der diese
gemeinsam ausgetauschten Erkenntnisse ersteinmal als die seinen ausgibt,
daß der Erdkern, der eigentlich ständig in Bewegung sein sollte, zum Stillstand
gekommen ist. Was will man aber gegen so einen Stillstand im Erdinneren
tun? Die Lösung ist schnell parat. Ein kräftiger Schubs durch das Zünden
von ein paar Nuklearsprengköpfen könnte den alten Zustand wieder herstellen.
Glücklicherweise hat man auch schnell denjenigen gefunden, der seit Jahren,
von seinen Kollegen belächelt, an einem Fahrzeug arbeitet, mit dem man
in das Erdinnere vorstoßen kann. Da aber die elektromagnetischen Störungen
immer häufiger sich in grausigen Elektro-Stürmen entladen, drängt die
Zeit. Da aber das Ende der Welt auf jeden Fall verhindert werden soll,
scheut man keine Kosten und Mühen, doch um eine weltweite Panik zu verhindern,
versucht man mit Hilfe eines genialen Hackers, die Erdbevölkerung über
das ganze Ausmaß der Dinge im Unklaren zu halten. Als es endlich so weit
ist, tauchen aber zahlreiche Probleme bei der Reise ins Erdinnere auf
und so denken die Militärs darüber nach, ob sie nicht auf ihren Notplan
zurückgreifen sollten. Es beginnt ein gnadenloser Wettlauf mit der Zeit.
Elemente der klassischen Genre des SF- und Katastrophenfilms werden
von Regisseur Jon Amiel für einen sehr unterhaltsamen Popcornfilm benutzt.
Bei der riesigen Dimension der Katastrophe und da man ja noch nie ins
Erdinnere richtig hineingeschaut hat, braucht man auch schon etwas, das
man dagegenhalten kann. In diesen Film sind es die Charaktere. Die Wissenschaftler
und Piloten der Mission werden nicht als Superhelden dargestellt und aus
ihrem ungewissen Schicksal versucht man auch kein rührseliges Drama zu
machen und damit hat dieser Film vergleichbaren Stoffen wie "Deep Impact"
und "Armageddon" viel voraus. Die Wahl der Schauspieler ist mit Aaron
Eckhart, Hilary Swank, Tchéky Karyo und Stanley Tucci hervorragend getroffen
worden und diese vermögen dem doch eher übermenschlichen Plot sehr viel
Menschlichkeit zu geben.
|