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X-Men 2
Erst einmal sollte klargestellt werden, daß, obwohl Filmverleih und Regisseur
von "X-Men 2" von einem eigenständigen Film sprechen, es sich sehr wohl
bei diesem um eine reine Fortsetzung handelt und so sollte man den ersten
Teil vor dem Betrachten dieser Superheldengeschichte gesehen haben. Ein
Angriff auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten durch einen Mutanten
läßt keinen Zweifel darüber aufkommen, daß sich die "normalen" Menschen
nun endgültig im Klaren sein sollten, daß von den Mutanten nichts Gutes
ausgeht. Unter der Führung des zwielichtigen Militärs und Wissenschaftlers
William Stryker setzt man nun alles daran, um die Mutanten zu stoppen.
Stryker scheint aber auch eigene Pläne zu verfolgen und er schafft es
sogar, dem inhaftierten Magneto sämtliche Geheimnisse zu entlocken, die
dieser über Professor Xavier und die X-Men preiszugeben hat. Schnell gelingt
es Stryker, Xavier selbst gefangenzunehmen und durch ihn und die Kontrolle
über die Cerebroeinheit, mit deren Hilfe Xavier in der Lage ist, sämtliche
Mutanten aufzuspüren, hält Stryker etwas in seiner Hand, mit dessen Hilfe
er alle Mutanten auf einen Schlag erreichen und auslöschen kann.
Da sich aber einige der X-Men und der Schüler vor und während des Angriffs
von Strykers Truppen auf das "Institut für begabte Jugendliche" in Sicherheit
bringen können und sie auch noch Hilfe durch einen neuen Mutanten namens
Nightcrawler bekommen und es auch Magneto mit Hilfe von Mystique gelingt,
sich zu befreien, versuchen diese alles daran zu setzen, Stryker aufzuhalten.
Außerdem findet Wolverine nun endlich etwas über seine mysteriöse Vergangenheit
heraus.
Bei "X-Men 2" bedienen sich Bryan Singer und seine Drehbuchautoren
wieder der langen Comicgeschichte der X-Men. Aus über 500 Geschichten
sucht er sich die Bilder und Storyelemente heraus, um ein buntes und keinen
Augenblick langweiliges Actionabenteuer zu erschaffen. Dank modernster
Tricktechnik gelingt es ihm, Bilder zu erzeugen, die eine "echte" Comicverfilmung
erst möglich machen und die von der Leinwand aus den Zuschauer einfach
in Verzückung bringen werden. Seit "Matrix" hat man einen derartigen Budenzauber
einfach nicht mehr gesehen und so kommt es den Filmemachern wohl auch
recht, daß dieses Spektakel noch vor der Matrix-Fortsetzung in die Kinos
kommt.
Aber keine Angst, die Computereffekte sind wirklich so gut, daß man diesen
keinerlei Künstlichkeit anlasten kann. Sie ergänzen und erzeugen nur die
nötigen Effekte, um den Krieg zwischen Mensch und Mutant so realistisch
wie möglich erscheinen zu lassen. Obwohl in diesen zweiten Teil wieder
viele neue Mutanten und Personen eingeführt werden, die wohl sicherlich
in den weiteren Fortsetzungen dieser Reihe wieder eine Rolle spielen werden,
kommt natürlich bei all der Action die Story etwas zu kurz. So kann man
trotz der Lauflänge von 138 Minuten die eigentlich Handlung schnell zusammenfassen
und auch die Hoffnung, daß nun die Herkunft von Wolverine ganz aufgeklärt
wird, was ja dazu führte, daß man in der Comicform damit angefangen hat,
dieses gut gehütete Geheimnis nach fast 25 Jahren zu lüften, wird nicht
ganz erfüllt.
Da aber endlich mal wieder Superheldenaction in reinster Form auf die
Leinwand gebracht worden ist, freut sich der Fan aber wohl trotzdem über
jede Minute, die er da in sich aufsaugen kann.
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