William Friedkin/Kevin Spacey/John Cusack/Penelope Cruz
Robert Redford

John Cusack

John Cusack lebt seit geraumer Zeit in Chicago. Da fällt es dann nicht schwer darauf zu kommen, warum der Film "High Fidelity" in Chicago spielt, wo doch in der Romanvorlage eindeutig London der Ort der Handlung ist. Cusack hat seinen Einfluß als Co-Autor und Co-Produzent wohl geltend gemacht und so spielt eben der Film dort, wo er seit 15 Jahren lebt und gemeinsam mit seiner Schwester Joan des öfteren auf Theaterbühnen steht. Er hat sogar eine eigene Theater-Company, die "New Criminals Theater Company", welche unter anderem schon mit der Bühnenfassung von "Fear and Loathing in Las Vegas" Preise einheimste. Cusack, in Evaston, Illinois geboren, wuchs mit vier Geschwistern als Sohn einer Lehrerin und eines Dokumentarfilmers auf. Mit acht stand er dann schon, von Vater Richard ermutigt, für Werbezwecke vor der Kamera. Mit 16, in Chicago angekommen, gab er sein Filmdebüt mit "Class" (1983) an der Seite von Jacqueline Bisset. Es folgten mehrere Teenie- und Collegekomödien, von denen wohl alleine Rob Reiners "Der Volltreffer" (1984) als nett und zeitweise richtig lustige Komödie zu nennen wäre. Erst in den 90ern begannen die Kritiker durch Rollen in "The Grifter" (1990), "Bullets over Broadway" (1994) dem einstigen Teeniedarling Achtung zu schenken. Und heute, nach Hauptrollen und Gastrollen in verschiedenen guten Filmen, darunter "Midnight in the Garden of Good and Evil" (1997), "The Thin Red Line" (1998) und "Being John Malkovich" (1999) können wir einen neuen Liebling des intelligenten englischsprachigen Kinos vermelden. Ausrutscher wie "Con Air" (1997) kann man ja verzeihen (schließlich war er da nicht der einzige Schauspieler, der mehr auf die Gage, als auf das Drehbuch achtete). Der Vorteil ist dabei, daß die Studiobevollmächtigten den Namen des Schauspielers mit einen Kassenschlager in Verbindung bringen und diesen auch mal gerne als Zugpferd für eine etwas "andere" Produktion nehmen. So steht der Name des Schauspielers mal wieder etwas mehr im Rampenlicht und es kann zu einer echten zweiten Chance kommen. Meistens ist dies alles natürlich nur ein Vorurteil des Kinogängers, was weiß schon ein Deutscher, wie oft ein amerikanischer Schauspieler in ernsthaften Rollen auf der Theaterbühne steht. Ja, diese Vorurteile. Gut, daß ich schon am Anfang erwähnt habe, daß John Cusack eine eigene Theater-Company hat. Da bin ich aber fein raus.