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John Cusack
John Cusack lebt seit geraumer Zeit in Chicago. Da fällt es dann nicht
schwer darauf zu kommen, warum der Film "High Fidelity" in Chicago spielt,
wo doch in der Romanvorlage eindeutig London der Ort der Handlung ist.
Cusack hat seinen Einfluß als Co-Autor und Co-Produzent wohl geltend gemacht
und so spielt eben der Film dort, wo er seit 15 Jahren lebt und gemeinsam
mit seiner Schwester Joan des öfteren auf Theaterbühnen steht. Er hat
sogar eine eigene Theater-Company, die "New Criminals Theater Company",
welche unter anderem schon mit der Bühnenfassung von "Fear and Loathing
in Las Vegas" Preise einheimste. Cusack, in Evaston, Illinois geboren,
wuchs mit vier Geschwistern als Sohn einer Lehrerin und eines Dokumentarfilmers
auf. Mit acht stand er dann schon, von Vater Richard ermutigt, für Werbezwecke
vor der Kamera. Mit 16, in Chicago angekommen, gab er sein Filmdebüt mit
"Class" (1983) an der Seite von Jacqueline Bisset. Es folgten mehrere
Teenie- und Collegekomödien, von denen wohl alleine Rob Reiners "Der Volltreffer"
(1984) als nett und zeitweise richtig lustige Komödie zu nennen wäre.
Erst in den 90ern begannen die Kritiker durch Rollen in "The Grifter"
(1990), "Bullets over Broadway" (1994) dem einstigen Teeniedarling Achtung
zu schenken. Und heute, nach Hauptrollen und Gastrollen in verschiedenen
guten Filmen, darunter "Midnight in the Garden of Good and Evil" (1997),
"The Thin Red Line" (1998) und "Being John Malkovich" (1999) können wir
einen neuen Liebling des intelligenten englischsprachigen Kinos vermelden.
Ausrutscher wie "Con Air" (1997) kann man ja verzeihen (schließlich war
er da nicht der einzige Schauspieler, der mehr auf die Gage, als auf das
Drehbuch achtete). Der Vorteil ist dabei, daß die Studiobevollmächtigten
den Namen des Schauspielers mit einen Kassenschlager in Verbindung bringen
und diesen auch mal gerne als Zugpferd für eine etwas "andere" Produktion
nehmen. So steht der Name des Schauspielers mal wieder etwas mehr im Rampenlicht
und es kann zu einer echten zweiten Chance kommen. Meistens ist dies alles
natürlich nur ein Vorurteil des Kinogängers, was weiß schon ein Deutscher,
wie oft ein amerikanischer Schauspieler in ernsthaften Rollen auf der
Theaterbühne steht. Ja, diese Vorurteile. Gut, daß ich schon am Anfang
erwähnt habe, daß John Cusack eine eigene Theater-Company hat. Da bin
ich aber fein raus.
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