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Joe Haldeman: Der ewige Krieg
Alastair Reynolds: Unendlichkeit
Bruce Sterling: Inseln im Netz
Connie Willis: Die Farben der Zeit

Brian M. Stableford: Das Wrack im Halcyon. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 1978. 172 S. ISBN 3-404-00901-0
(Zur Zeit nur in Antiquariaten zu erhalten)

In einem kaum zu bereisenden Teil des Alls, dem Halcyon Nebel, liegt irgendwo das Wrack der "Lost Star", einem Raumschiff, das angeblich vor seinem Absturz eine wertvolle Ladung aufgenommen hat. Diese Ladung ist es, die immer noch große Konzerne dazu veranlaßt, Expeditionen und Vermessungsschiffe in den Nebel zu schicken, die sich trotz der vielen Gefahren, die unter anderem aus chaotischen Sternenstaubhagel und Raum/Zeit-Verschiebungen bestehen, in die Tiefe des Nebels wagen, um dem Notsignal der "Lost Star" zu folgen. Ein Captain glaubte sich schon an seinem Ziel, als er von einer Welt am Rand des Nebels ein Signal auffängt. Auf der Welt findet er aber nur einen bekannten Raumpiloten namens Grainger, der dort vor zwei Jahren abgestürzt ist und der bei diesem Absturz nicht nur sein Schiff, sondern auch seinen Partner und besten Freund verloren hat. Grainger ist eine echte Persönlichkeit unter den Raumfahrern und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb wird er als Gegenleistung für seine Rettung zu einer Zahlung einer riesigen Menge Geld verpflichtet, die er wohl von nun an sein Leben lang abzahlen muß. Da kommt es scheinbar nicht ungelegen, daß eine Firma Graingers Schulden begleichen will, damit er für diese einen völlig neuen Raumschifftyp, bei dessen Konstruktion zum ersten Mal Technik von der Erde mit der von Außerirdischen vereint wurde, testen und fliegen kann. Lange zögert der für sein Streben nach Unabhängigkeit bekannte Pilot, doch es scheinen einfach zu viele Dinge zusammenzupassen, die ihn dazu veranlassen, die "Dronte" zu fliegen, um mit dieser als erstes in die Tiefe des Halcyon Nebels zu tauchen und den Schatz der "Lost Star" zu bergen.

Der eigentliche Plot dieses ersten Abenteuers um den Piloten Grainger und sein Schiff, die "Dronte", ist eigentlich recht einfach und simpel. Was dieses dünne Buch aber trotzdem lesenswert macht, ist der trockene, teils zynische Ton, mit dem Brian M. Stableford den Piloten seine Geschichte erzählen läßt. Hinzu kommt noch eine sehr spannende Idee, da der Pilot während seines unfreiwilligen Notaufenthalts auf einem einsamen Planeten etwas in die Tiefen seines Hirns hineingelassen hat, was er selbst als "den Wind" bezeichnet. Dieser "Wind" redet mit dem Piloten und wird zu so etwas wie seinem "neuen" schlechten Gewissen. Wenn es nötig oder sehr brenzlig wird, scheint der Wind aber auch ganz die Kontrolle über Graingers Handeln zu übernehmen.. Dies und das Konzept des neuen Raumschifftypen, bei dem der Pilot nicht mehr zum reinen Konsolenbenutzer wird, sondern zu einem echten Teil des Raumschiffes, der sämtlichen Schäden am Raumschiff selbst hart zu spüren bekommt (ein Konzept, welches später von Cyberpunkautoren für ihre Hackergeschichten ausgeschlachtet wurde und wahrscheinlich noch viel älter ist als diese Geschichte, deren Original 1972 erschienen ist), geben dieser SF-Geschichte eine eigene Note und machen es zu einem kurzweiligen Lesevergnügen und wecken das nötige Interesse zum Lesen der anderen Abenteuer des Piloten Grainger.