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Kampf der Gladiatoren

Odins Raben

"Bohnanza - Ich glaub' es hackt" erschienen bei Amigo
ein Kartenspiel von Uwe Rosenberg, für 3 - 5 Spieler (geht aber problemlos auch zu zweit), ab 12 Jahre

Kartenspiele sind ja meist ein Spaß für ältere Herren, die im Kreis sitzen und komische Dinge reden, die ein Uneingeweihter kaum versteht. Da trumpft es, da wird gestochen und irgendwie scheinen die Spieler manchmal auch noch gemeinsame Sache zu machen. Oder es sind so simple Spiele, bei denen jede Karte eine höchst simple Bedeutung hat, die meistens dazu da ist, den Mitspieler zu ärgern. Manchmal muß man auch bloß von einer Sorte richtig viele Karten haben, um zu gewinnen. Gut, auch bei "Bohnanza" ist es vom Vorteil, von einer Sorte mehrere Karten vor sich liegen zu haben. Und da gibt es schon recht viele Sorten, die lustige Namen haben wie "Brechbohnen" oder "Saubohnen". Und manche entfalten erst ihren ganzen Charme, wenn man das dazu passende Bild sieht, wie bei der entblößten "Roten Bohne". Doch die Namen sind eigentlich für die Regeln nicht wichtig. Aber, ihr könnt es euch wohl jetzt auch schon denken, bei diesem Spiel geht es um Bohnen. Jeder Spieler baut nämlich vor sich sogenannte Bohnenfelder an und bei der Ernte dieser Felder darf sich jeder Spieler dann auch ab und an zwischen einem und vier Bohnentaler einstecken, die auf der Rückseite einer jeden Bohnenkarte zu sehen sind.

Ein Spieler hat, wenn er an der Reihe ist, gewisse Dinge zu tun. Dabei fällt einem manchmal der Anfang seines Spielzuges am schwersten, da die wichtigste Regel in diesen Spiel lautet "Ändere nie die Reihenfolge, in der du die Karten auf die Hand nimmst" und am Anfang einer jeden Spielphase muß der Spieler mindestens eine Bohne auf einem seiner Felder anbauen, was wiederum bedeutet, daß, wenn die Karte nicht zu der Bohnensorte paßt, die er vor sich liegen hat, er eine Ernte auch mal vorzeitig durchführen muß, um Platz für seine neue Bohne zu bekommen. Somit kann es passieren, daß, obwohl man schon ein paar Bohnen einer Sorte angebaut hat, man diese ernten muß, ohne einen Gewinn einheimsen zu können. Außerdem dürfen Bohnenfelder, auf denen nur eine Bohne angebaut wurde, nicht ohne weiteres aufgegeben werden, daher hat man manchmal noch nicht einmal die Wahl. Nach dieser Phase werden zwei neue Karten vom Zugstapel aufgedeckt und diese Bohnen können nun angebaut werden oder es kann mit ihnen Handel betrieben werden, um für sich günstigere Bohnen aus den Händen der Mitspieler zu bekommen und dies ist auch die einzige Möglichkeit, Karten aus der Hand, die man gar nicht gebrauchen kann, loszuwerden. Es bedarf also etwas Geschick um erfolgreich beim Bohnenanbau zu sein. Ach ja, man darf Bohnen auch einfach verschenken, dabei hat der Beschenkte aber die Wahl und kann das Geschenk auch nicht annehmen. Außerdem ist es manchmal auch noch wirklich günstig, wenn man sich für den Preis von vier Talern ein "Drittes Bohnenfeld" kauft, da damit schon mal beim Anbauen am Anfang ein paar Probleme verschwinden können. Wer, nachdem der Zugstapel dreimal aufgebraucht worden ist, die meisten Taler erwirtschaftet hat, gewinnt das Spiel.

"Bohnanza" ist ein kurzweiliges und weil es sich um ein Kartenspiel handelt, sehr preiswertes Spiel, das es auch schon zu vier Erweiterungen gebracht hat, die dem Spiel zu mehr Möglichkeiten verhelfen. Doch auch das Grundspiel hat seinen Reiz und unterhält bis zu 5 Spieler eine ganze Zeit lang. Nachdem man sich dann bei der einen oder anderen Erweiterung Ideen geholt hat, kann man auch schon mit dem Grundspiel neue Varianten ausprobieren. Und es ist auch wirklich keine Schande, wenn man die Regeln nicht gleich beim ersten Mal alle kapiert hat, nach und nach, wenn man sich mit den einzelnen Spielphasen immer besser auskennt, entfaltet sich das Spiel als wirklich einfacher und hübsch bebildeter Spaß.