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Joe Haldeman: Der ewige Krieg
Alastair Reynolds: Unendlichkeit
Bruce Sterling: Inseln im Netz
Connie Willis: Die Farben der Zeit
Brain M. Stableford: Das Wrack im Halcyon

E. E. "Doc" Smith: Die stählerne Festung. Bergisch Gladbach: Bastei Lübbe, 1984. 156 S. ISBN 3-404-23039-6 (nur noch in Antiquariaten zu erhalten)

Wenn das Imperium bedroht ist und alle Möglichkeiten des Service of the Empire (kurz SORTE) ausgeschöpft sind, dann bleibt dem nur als "Chef" bekannten Leiter des Geheimdienstes nur noch eine Möglichkeit übrig: er muß seine besten Agenten aktivieren. Diese findet man unter den Mitarbeitern und Akrobaten des in der ganzen Galaxis bekannten Weltrum-Zirkus "d'Alambert" und sie heißen Jules und Yvette. Sie bekommen den Auftrag, ein Schriftstück sicher zu stellen, das dazu in der Lage ist, das Imperium in seinen Grundfesten zu erschüttern. Es handelt sich dabei um ein Dekret, welches seinen Besitzer zum rechtmäßigen Erben des Kaisers erklärt und damit natürlich auch zu dessen Nachfolger. Der Vater des derzeitigen Kaisers Stanley X hatte vor seiner Hochzeit und der Geburt seines legitimen Erbes und Thronfolgers eine kurze Liebschaft mit einer sehr gefährlichen Frau. Die gebar ihm einen Sohn und sie bewegte den Vater des Kindes zur Ausstellung des gesuchten Dekrets. Aber nicht nur das Schriftstück ist nun von Wichtigkeit, da der Bastard des Kaisers in den letzten Jahrzehnten sehr aktiv war und bald in der Lage sein dürfte, einen blutigen Bürgerkrieg anzuzetteln, um sich danach mit Hilfe des Dekrets zum neuen Kaiser zu machen. Doch da noch immer niemand weiß, wo sich dieser Bastard aufhält, ist auch die Suche nach diesem nicht zu vernachlässigen. Und so haben Jules und Yvette d'Alembert eine ganze Menge an Arbeit vor sich. Diese ist auch von Anfang an nicht ungefährlich, da der Feind es geschafft hat, fast überall Spione einzuschleusen.

E. E. "Doc" Smith zählt zu den Vätern der modernen SF-Literatur und sein "Lensman-Zyklus" zu den Klassikern der "Space Opera". 1976 wurden die Geschichten um die Spione und Zirkusakrobaten zum ersten Mal veröffentlicht und somit geschah dies erst elf Jahre nach dem Tod des Autors, der 1890 geboren worden war. Die Serie wurde von dem Autor Stephen Goldin weiter fortgeführt und vollendet. Man merkt auch fast jeder Textpassage an, daß diese aus einer anderen Zeit stammt, in der es beim Schreiben dieser fantastischen Abenteuergeschichten wohl vor allem darum ging, den Leser kurzweilig und spannend zu unterhalten. So richtig viele Gedanken um einen Plot voll interessanter Wendungen, der Beschreibung fremder Kulturen und seltsamen technischen Errungenschaften hat sich der Autor anscheinend nicht gemacht. In der Hauptsache geht es Smith darum, daß seine Helden wirklich heldenhaft sind und dabei dürfen sie dem Gegner auch ruhig immer einen Schritt voraus sein. Denn ein Held, der seine Aufgabe nicht gut macht, scheint für Smith kein echter Held zu sein. So ist die ganze Lektüre dieser Geschichte nur dann halbwegs interessant, wenn man seine Erwartungen schnell etwas herunterschraubt und sich bei der Lektüre des Romans, auch wenn dieser in einer fernen Zukunft spielt, in eine Zeit zurückversetzt, in der Abenteuergeschichten sich einfach aufs Abenteuer beschränkten und in der Helden einfach noch Helden sein durften.