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Robert Redford

Robert Redford

Charles Robert Redford jr. wurde am 18. August 1937 in Santa Monica, Kalifornien, geboren. Der Sohn eines Buchhalters besuchte die Universität von Colorado durch die Zuhilfenahme eines Baseball-Stipendiums. 1957 beendete er abrupt sein Studium und reiste durch Europa. Robert Redford hatte zu diesem Zeitpunkt den Plan gefaßt, Künstler zu werden. Zurückgekehrt in die USA, schrieb er sich als Kunststudent im Pratt Institut im New Yorker Stadtteil Brooklyn ein. Gleichzeitig fing er an der American Academy of Dramatic Arts an, sein schauspielerisches Talent zu trainieren. 1959 gab er mit einer kleinen Rolle in dem Stück "Tall Story" sein Broadway-Debüt. Seine Karriere am Broadway erlebte 1963 einen vorläufigen Höhepunkt, als er in den hochgelobten Stück "Barefoot in the Park" eine der Hauptrollen spielte. Es folgten Jahre, in denen er kleine Auftritte in Fernsehserien hatte. 1969 hatte seine Karriere mit dem Film "Butch Cassidy and the Sundance Kid" (Zwei Banditen) einen absoluten Höhepunkt. An der Seite von Paul Newman wurde Redford über Nacht zum Star, der in den folgenden Jahren sein Image durch Rollen in Filmen wie "Jeremiah Johnson", "The Candidate" und an der Seite von Barbra Streisand in "The Way We Are" ausbaute, um neuerlich zusammen mit Newman und Regisseur George Roy Hill mit dem Film "The Sting" (Der Clou) einen Riesenhit zu landen. Drei Jahre später folgte eine ebenso gute Zusammenarbeit mit Darstellerkollege Dustin Hoffman. In dem Polit-Thriller "All the Presidents's Men" (Die Unbestechlichen) schlüpfen die beiden Schauspieler in die Rolle der Washington Post-Journalisten, die den Watergate-Skandal aufklärten. 1980 wurde aus dem gefeierten und gereiften Schauspieler ein viel beachteter Regisseur, da es ihm gelang, mit seinem Regiedebüt "Ordinary People" (Eine ganz normale Familie) den Oscar für die Beste Regie zu gewinnen. Redford, der schon früh anfing, Filme, in denen er mitspielte, zu produzieren, schlüpfte in den folgenden Filmen immer öfters in die Rolle des Regisseurs. Trotzdem suchte er auch als Schauspieler immer nach neuen Aufgaben. Er schaffte es nur noch mit dem Film "Out of Africa" (Jenseits von Afrika) die Kritiker mit seiner Schauspielkunst zu erfreuen. Alle weiteren Rollen in Filmen wie "Sneakers", "Havana" oder "Up Close and Personal" (Aus nächster Nähe) wurden von diesen mehr als Ausflüge in den Mainstream belächelt. Doch als Regisseur wußte er, vielleicht mit der Ausnahme des "Horse Whisperer" (Der Pferdeflüsterer), diese nach wie vor zu begeistern. Egal, ob es der liebevolle kleine Mexicostreifen "Milagro" war oder die Literaturverfilmung "A River Runs Through It" (Aus der Mitte entspringt ein Fluß), Redford konnte als Filmemacher begeistern. Außerdem sollte dem nach Unabhängigkeit strebenden Alleskönner noch etwas viel Größeres gelingen. Mit der Gründung des Sundance Instituts 1980 und dem bald dazugehörenden Sundance Film Festival wurde Redford zu einem der wichtigsten Fürsprecher für das Independent Kino in den Vereinigten Staaten. Filmemacher, die am Sundance Institut ihrem Talent einen letzten Schliff gegeben haben, bietet Redford auf dem Filmfestival die Gelegenheit, ihre Arbeiten vorzustellen. Längst wurde dieses Festival zu dem Independent Festival in den Staaten, das jährlich ein großes Publikum in die Nähe von Park City, Utah lockt. Auch in den heutigen Zeiten, in denen sich Hollywood vor einer Zensur und Bevormundung durch die amerikanische Regierung fürchtet, ist es Redford, der in der Rolle als Sprecher eines besorgten Hollywoods auftritt. Seltsam ist nur, daß sein gerade angelaufender Film "Die letzte Festung" patriotischer, amerikanischer und militärischer nicht hätte sein können und somit genau die Art von Film zu sein scheint, vor denen er jetzt warnt. .