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Ellis Peters: Bruder Cadfael und das Mönchskraut. München: Heyne, 254 Seiten ISBN 3-453-18664-8 Das Ende des Jahres 1138 ist erreicht und das Leben in der Abtei St. Peter zu Shrewsbury hat sich nach dem Wüten des Bürgerkriegs so weit es geht wieder normalisiert. Außerdem ist die Abtei mit einem Mal reicher geworden, da sich der Gutsbesitzer Gervase Bonel dazu entschlossen hat, seinen Landsitz an der walisischen Grenze der Abtei zu schenken. Gervase Bonel bezieht im Gegenzug mit seiner Frau und zwei Dienern ein kleines Anwesen auf dem Gelände der Abtei und erhält alles, was er für einen ruhigen Lebensabend braucht. Als Gervase Bonel sein neues Domizil bezieht, ist der Vertrag zwischen ihm und der Abtei zwar noch nicht rechtsgültig, da Abt Heribert zu einem Konzil berufen wurde und fast alle Brüder der Abtei erwarten, daß er auf diesem seiner Pflichten enthoben und daß Prior Roberts seinen Platz einnehmen wird. Kurz vor Weihnachten wird Gervase Bonel das Opfer eines feigen Giftanschlages und alles scheint darauf hinzuweisen, daß sein Stiefsohn Edwin, mit dem sich Gervase vor seinem Tod gestritten hat, dafür verantwortlich ist. Edwin hatte einen guten Grund dazu, da er von seinem Stiefvater enterbt worden war. Aber es gibt noch weitere Verdächtige im Umfeld des Toten, wie einen Diener, den Gervase zu seinem Leibeigenen gemacht hat, obwohl Aelfric der Sohn eines Freigeborenen ist. Bevor sich aber Bruder Cadfael um die Details dieses Mordfalls kümmern kann, stellt er zu seiner eigenen Überraschung fest, daß die Ehefrau des Toten die Frau ist, mit der er einst vor vielen Jahren selbst verlobt war. Als der Prior davon erfährt, verbietet dieser Cadfael jeden weiteren Kontakt, was seine Ermittlungen ersteinmal zu erschweren scheint. Während die örtlichen Gesetzeshüter hinter Gervase Bonels Stiefsohn herjagen, von dessen Unschuld Cadfael aber nach dem ersten Zusammentragen der Fakten überzeugt ist, findet er erst, als er sich weit von der Abtei entfernt hat, eine Spur des wahren Täters. Der dritten Fall des kriminalistisch begabten Mönchs bietet außer einem Ausflug in das mittelalterliche England auch alles, was ein Krimileser braucht, um seine grauen Zellen zum kombinieren und verdächtigen zu nutzen. Auch wenn Cadfael diesmal auf seine große Liebe trifft, wird dies von Ellis Peters nicht dazu genutzt, um einen romantischen Nebenschauplatz zu errichten. So kommt Cadfael das Verbot seines Priors wohl ganz gelegen, da er sich so ganz nüchtern wieder nur um die Aufklärung des Mordes kümmern kann. Dieser Mordfall ist zwar nicht so kompliziert geraten, dafür muß Cadfael einige Energie aber dafür verwenden, daß nicht eine falsche Person der Justiz zum Opfer fällt. |
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