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Arsenic Lullaby, Ausgabe: May/1999, erschienen bei A. Silent Comics

Autor/Zeichner: Douglas Paszkiewicz

Der Inhalt: Alles in diesem Comic ist böse. Einiges in diesem in groben Schwarzweißbildern gestalteten Comic könnte man gar als "unter die Gürtellinie gehend" bezeichnen. Mir persönlich haben diese Geschichten ungeheuer viel Spaß gemacht.

Es fängt an mit einer Geschichte, die davon handelt, daß sich Fernsehzuschauer darüber unterhalten, wie gerne sie doch dahin gehen würden, wo jetzt diese Kameraden sind. Es ist aber kein Reisemagazin, daß sich die beiden anschauen, sondern eine Sendung über hungernde Kinder in einem Dritte-Welt-Land. Ganz normale Stubenfliegen haben eben andere Vorlieben als wir Menschen. In der zweiten Geschichte haben wir es dann mit der Abrechnung von Pizzaface zu tun. Dieser ist es leid, daß alle über sein mißgestaltetes Äußeres lachen. Nun will er lachen und mit einer Chemiebombe alle seine Mitschüler zu einem Ebenbild von sich machen. Doch leider geht die Rechnung nur zum Teil auf, da auch Pizzaface unter der Wirkung der Bombe leidet. Es folgt eine längere Geschichte über den sich hier fortsetzenden Privatkrieg von Merl. Merl wurde von einigen Menschen böse behandelt und mit Hilfe eines Vodoopriesters namens Joe hat er nun einen Rachefeldzug begonnen. Die Opfer, die sie sich diesmal ausgesucht haben, sind ein Zwerg und eine chronisch nervöse Frau. Die eine soll mit einem Zombieembryo, welches der Vodoopriester aus einer Abtreibungsklinik geholt und wiederbelebt hat, in den Wahnsinn getrieben werden. Bei dem Kleinwüchsigen verzichtet Joe auf Wunsch seines Partners auf seine Zauberkraft und schlägt einfach mit einer Eisenstange ganz oft zu. Bei seinem nächsten Opfer erlaubt ihm dann Merl die Benutzung seiner Magie. Den Abschluß macht Edgar Bryers, Census Agent. Dieser ist von der Regierung damit beauftragt, die Bevölkerungszahl festzuhalten. Damit das ständige Nachzählen aber aufhört, hat er sich dazu entschlossen, einfach die Neugeborenen aus dem Weg zu räumen. Wo keine neuen Babys sind, da gibt es auch nichts nachzuzählen. Bei einer Familie mit Fünflingen steht Edgar aber vor einer echten Herausforderung. Es darf nämlich niemals so aussehen, als seien die Babys eines unnatürlichen Todes gestorben. Und so stellt er jeden Tag auf neues die Fürsorgepflicht des Vaters in Frage. Und jeden Tag nimmt er ein Kind mit.

Hier wird mit Neugeborenen ein ungeheuer böser Spaß getrieben. Leute mit etwas zarten Gemüt sollten wirklich ihre Finger davon lassen. Allen anderen, die auf bösen schwarzen Humor stehen, ist "Arsenic Lullaby" wärmsten zu empfehlen.


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