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Death - Der Preis des Lebens, erschienen bei Speed (Verlag Thomas Tilsner)

Autor: Neil Gaiman, Zeichner: Chris Bachalo & Mark Buckingham, Illustrationen: Dave McKean

Vor einem Monat bekam eine seltsame Frau von einer Girli-Gruppe eine Taube gebracht. Mit der kläglichen Bezahlung von 5 Pfund wollten sich die Mädchen aber nicht zufriedengeben, doch sollten sie dies bald bereuen. So einfach legt man sich nicht mit Matt Hettie an. Einen Monat später. Sexton Furnival ist ein ganz normaler Sechzehnjähriger. Er lebt mit seiner Mutter und ihrem Freund zusammen und irgendwie ist Sexton es leid zu leben. Er schreibt einen letzten Brief. Einen Abschiedsbrief. An der Fertigstellung wird er aber von seiner Mutter gehindert, da diese verfrüht von der Arbeit nach Hause kommt, um verspätetet dem längst fälligen Frühlingsputz nachzuholen. Sexton verläßt sein Zuhause und geht auf den Müllplatz. Dort passiert ihm ein Unglück und nur mit Hilfe eines plötzlich auftauchenden Mädchens kann er sich aus einem Berg von Abfall befreien. Das Mädchen ist seltsam. Sie sieht aus wie ein süßes Gruftigirl und sie steckt, obwohl er von ihrer Nachbarin erfährt, daß Didi vor kurzem bei einem Unfall ihre gesamte Familie verloren hat, voller Leben und es scheint als ob sie die ganze Welt umarmen möchte. Irgendwann hat Sexton aber genug von ihr, da sie immer merkwürdiger wird und behauptet, daß sie nicht Didi wäre, sondern Death, der Tod. Da Sexton zu wissen glaubt, wie der Tod auf keinen Fall aussieht, haut er lieber ab. Als er das Haus verläßt, wird er von Matt Hettie abgefangen, die ihm eine kaputte Flasche an den Hals hält. So führt sie ihn zurück zu Didi, der sie nun einen Auftrag gibt. Death soll Matt Hetties verlorenes Herz wiederfinden. Auf der Suche geraten Sexton und Didi in einen Club, wo sie Hazel treffen, die mal für Sextons Mutter gearbeitet hat und Hazels Lebensgefährtin Foxglove, die in dem Club auftritt. Dann lernen sie einen seltsamen Jungen kennen, der sie zu einem alten Lagerhaus führt, in dem jemand auf Death wartet, der auch etwas von ihr will.

Richtig viel passiert eigentlich nicht in dieser Miniserie von Neil Gaiman. Sexton läuft vierundzwanzig Stunden lang an der Seite von Death durch New York und sie reden einfach über Dinge, die ihnen gerade durch den Kopf gehen und treffen dann auf seltsame Personen, deren Begegnung sie auf weitere seltsame und sehr menschliche Charaktere treffen läßt. Trotzdem liegt über der ganzen Geschichte irgendein Zauber, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Liegt es an der Lebenslust, die man vorher nie mit dem Tod in Verbindung gebracht hat? Oder es liegt daran, daß bis zum nächsten Besuch von Death auf Erden erst hundert Jahre vergehen müssen und so ein weiteres Zusammentreffen innerhalb unserer kleinen Lebensspanne sehr unwahrscheinlich ist?